Bücherschau der Woche
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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Klappentext
Was wäre, wenn man Träume konsumieren könnte? Selim Özdogans Held Nesta liebt es, Musik zu hören, Bassstaub zu rauchen und Träume in Tropfenform einzunehmen, um der Realität für kurze Zeit zu entfliehen. Anderen wie Tedeisha ist es gelungen, mit dem Träumen Geld zu verdienen. Sie wird ein Star, während Nesta sich in den Traumgebilden anderer verfängt. Sein Leben entgleitet ihm. Als er dies merkt, scheint es schon zu spät zu sein ...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2009
Der Grundidee von Selim Özdogans Roman schreibt Rezensent Niklas Bender Originalität zu, er lobt atmosphärische Dichte und sympathische Figurenzeichnung, tut ihn am Ende aber doch recht verstimmt als "esoterischen Plauderroman" ab. In Özdogans Romanwelt hat man eine Methode gefunden, Schlafenden ihre Träume zu extrahieren und in Tropfenform zu verkaufen, dann aber kommen Traumtropfen auf den Mark, aus denen die Schlafenden nicht mehr erwachen, erklärt der Rezensent. Im Mittelpunkt stehen die drei Freunde Nesta, Salomon und Tedeisha, und wie der Autor anhand dieser Figuren eine "feierfreudige", dabei orientierungslose und sozial benachteiligte Gesellschaftsschicht Gestalt gewinnen lässt, findet Bender durchaus gelungen. Wenn der Autor nur etwas mehr erzählerische Ökonomie walten ließe, seufzt der Rezensent, der sich nicht nur gewaltig an den sprachlichen und motivischen Ausflügen Özdogans ins Spirituelle stört, sondern der das Buch auch ohne mit der Wimper zu zucken um neun Zehntel gekürzt hätte.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








