Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Selim Özdogan

Zwischen zwei Träumen

Roman

Cover: Zwischen zwei Träumen

Lübbe Verlagsgruppe, Bergisch Gladbach 2009
ISBN-10 3785716249
ISBN-13 9783785716243
Gebunden, 448 Seiten, 18,95 EUR

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Klappentext

Was wäre, wenn man Träume konsumieren könnte? Selim Özdogans Held Nesta liebt es, Musik zu hören, Bassstaub zu rauchen und Träume in Tropfenform einzunehmen, um der Realität für kurze Zeit zu entfliehen. Anderen wie Tedeisha ist es gelungen, mit dem Träumen Geld zu verdienen. Sie wird ein Star, während Nesta sich in den Traumgebilden anderer verfängt. Sein Leben entgleitet ihm. Als er dies merkt, scheint es schon zu spät zu sein ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2009

Der Grundidee von Selim Özdogans Roman schreibt Rezensent Niklas Bender Originalität zu, er lobt atmosphärische Dichte und sympathische Figurenzeichnung, tut ihn am Ende aber doch recht verstimmt als "esoterischen Plauderroman" ab. In Özdogans Romanwelt hat man eine Methode gefunden, Schlafenden ihre Träume zu extrahieren und in Tropfenform zu verkaufen, dann aber kommen Traumtropfen auf den Mark, aus denen die Schlafenden nicht mehr erwachen, erklärt der Rezensent. Im Mittelpunkt stehen die drei Freunde Nesta, Salomon und Tedeisha, und wie der Autor anhand dieser Figuren eine "feierfreudige", dabei orientierungslose und sozial benachteiligte Gesellschaftsschicht Gestalt gewinnen lässt, findet Bender durchaus gelungen. Wenn der Autor nur etwas mehr erzählerische Ökonomie walten ließe, seufzt der Rezensent, der sich nicht nur gewaltig an den sprachlichen und motivischen Ausflügen Özdogans ins Spirituelle stört, sondern der das Buch auch ohne mit der Wimper zu zucken um neun Zehntel gekürzt hätte.

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