Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Gerhard Richter
Wald
Klappentext
Als Texte für das Buch verwendet Gerhard Richter die Aufsätze der Fachzeitschrift "Waldung", Magazin für Wald, Wandern, Wissen, Nr. 1/2006. Alle Wörter wurden mit Hilfe eines Zufallsgenerators gemischt. Anschließend entfernte Richter Eigennamen sowie immer noch zu eindeutige Textpassagen. Der so entstandene unsinnige Text ist vom Vokabular her noch immer als ein Text über Wald erkennbar. Richter teilte den Satzspiegel in sieben horizontale Streifen, die er nach einem strengen Konzept anordnete, das er aber durch individuelle Eingriffe unterlief. Die 106 unterschiedlich besetzten Seiten füllen sich kontinuierlich mit Text, um nach der einzig voll belegten Seite in der Mitte wieder abzunehmen. Es ist ein Ein- und Ausblenden von Satzbildern. Die Fotografien sortierte Richter grob in Gruppen "feines Geäst, horizontal liegende Stämme, diagonal oder vertikal wachsende Bäume", die er mit den Textseiten zu einer Dramaturgie verteilte, die dem Buch Abwechslung und Spannung gibt. "Wald" ist als autonomes Künstlerbuch weit mehr als ein weiterer Tafelteil des Atlas. Es erschließt Analogien zu seinem Gesamtwerk.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.10.2009
"Fast schon antideutsch zu nennende Entscheidungen" hat Gerhard Richter in seinem Fotoband getroffen, freut sich Rezensent Cord Riechelmann. Denn anstatt - deutschtypisch - Nadelbäume als Motiv vor die Linse zu holen - von Caspar David Friedrich bis Neo Rauch hat man sich immer nur für Nadelbäume interessiert, weiß Riechelmann -, fotografiert Richter Laubbäume. Laubbäume, die bei Richter unter dem Begriff "Wald" - nicht Forst - gefasst werden, was Riechelmann aber nicht als antifranzösische Entscheidung verstanden wissen möchte. Außerordentlich ist Richter das Grün geraten, anerkennt Riechelmann und lobt die Lichtstudien und die Schönheit des spätherbstlichen Mooses. Einzig den Textteil, unkenntlich gemachte Ausschnitte aus dem Waldmagazin Waldung, hätte man näher erläutern müssen, kritisiert Riechelmann zum Schluss, denn ein Quellenverweis fehlt hier.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








