Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Gerhard Richter

Gerhard Richter, 1932 in Dresden geboren, verließ als 16-Jähriger die Schule und tingelte mit Laienschauspielern über die Dörfer. Er trat der FDJ bei, wurde Bühnenmaler in Zittau und malte Spruchbänder für einen volkseigenen Betrieb, der ihn 1951 an die Dresdner Kunstakademie delegierte. Dort studierte Gerhard Richter bis 1956. Wenige Monate vor dem Mauerbau floh er 1961 aus der DDR. Seine Arbeiten aus jenen Jahren ließ Gerhard Richter in seinem Werkverzeichnis später unberücksichtigt. Im Westen studierte er bis 1963 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Karl Otto Götz, dem Vorreiter des deutschen Informel. Bald machte er mit seinen Unschärfebildern nach Foto-Vorlagen aus Zeitungen und Familienalben auf sich aufmerksam. Ende der 60er Jahre produzierte er nach dem Zufallsprinzip bunte "Farbtafeln". Später malte er Städtebilder aus der Vogelperspektive, pastose Landschaftspanoramen aber auch eine Serie grauer Monochromien. 1988, elf Jahre nach dem Tod mehrerer Mitglieder der Baader-Meinhof-Gruppe, zeigte er seinen 15-teiligen Bilderzyklus "18. Oktober 1977", auf dem unter anderem die Leichen von Andreas Baader und Ulrike Meinhof zu erkennen sind. Richters Arbeiten waren in den vergangenen Jahrzehnten in zahllosen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Gerhard Richter wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Internationalen Preis der Jury der 47. Kunst-Biennale in Venedig (1997), dem japanischen "Praemium Imperiale" (1997) und dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen (2000).

Bücher von Gerhard Richter

Richter, Gerhard: Firenze.

Cover: Firenze

Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2001, ISBN 3775710582, Gebunden, 128 Seiten, 29,65 EUR

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Dietmar Elger. Mit 100 farbigen Abbildungen. Im Frühjahr 2000 entstanden 103 übermalte Fotografien, denen eigene Aufnahmen des Künstlers überwiegend aus Florenz zu Grunde liegen. Richter hat die Motive aufwändig und variantenreich überarbeitet, sodass sich die unterschiedlichen Realitätsebenen, die illusionistische ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Richter, Gerhard: Gerhard Richter: Acht Grau.

Cover: Gerhard Richter: Acht Grau

Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2002, ISBN 3775712747, Gebunden, 128 Seiten, 30,00 EUR

Mit ca. 60 Abbildungen, davon ca. 50 farbig. Die Publikation präsentiert mit Gerhard Richters Zyklus ACHT GRAU eine neue Auftragsarbeit für die Deutsche Guggenheim Berlin, die aus acht monumentalen verspiegelten Tafeln besteht. Die Arbeit geht auf einen Werkkomplex zurück, den Richter in den sechziger Jahren konzipierte. Die verschwommenen ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Richter, Gerhard: War Cut.

Cover: War Cut

Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2004, ISBN 3883757578, Gebunden, 342 Seiten, 58,00 EUR

Herausgegeben von Suzanne Page und Hans-Ulrich Obrist. Im Mai 2002 fotografierte Gerhard Richter im Musee d`Art Moderne de la Ville de Paris 216 Details aus dem abstrakten Bild Nr. 648-2 von 1987 (225 x 200 cm). Über mehrere Wochen kombinierte Gerhard Richter auf langen Tischen in seinem Atelier diese Detailaufnahmen im Format 10 x 15 cm mit 165 ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Richter, Gerhard: Text. 1961 - 2007

Cover: Text

Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2008, ISBN 3865601855, Gebunden, 114 Seiten, 48,00 EUR

Die jetzt vorliegende "Gesamtausgabe" der Texte von Gerhard Richter ergänzt den ersten Teil, die 1993 erschienene seit langem vergriffene Edition der Jahre 1962-93 um 15 wesentliche Beiträge. Sie beginnt mit einem Abschiedsbrief Richters an Heinz Lohmar. Es folgen sämtliche Texte der letzten überaus produktiven und ereignisreichen ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Richter, Gerhard: Wald.

Cover: Wald

Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2009, ISBN 3865605036, Gebunden, 395 Seiten, 58,00 EUR

Als Texte für das Buch verwendet Gerhard Richter die Aufsätze der Fachzeitschrift "Waldung", Magazin für Wald, Wandern, Wissen, Nr. 1/2006. Alle Wörter wurden mit Hilfe eines Zufallsgenerators gemischt. Anschließend entfernte Richter Eigennamen sowie immer noch zu eindeutige Textpassagen. Der so entstandene unsinnige ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen