Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
China macht Angst. Im Bewusstsein des Westens gilt China als Herausforderung der universalen Werte liberaler Gesellschaften. Doch umgekehrt gilt dasselbe: Es sind die freiheitlichen Ideale der westlichen Gesellschaft, die die traditionellen chinesischen Ordnungsmuster erschüttern und ehemals feste Orientierungspunkte auflösen. China hat Angst – vor der Freiheit. Helwig Schmidt-Glintzer untersucht die kulturellen Tiefenstrukturen einer von der Partei bestimmten Nation, in der jede Kritik an der staatlichen Ordnung als Bedrohung ihrer Existenz empfunden wird, und er fragt nach den Vorstellungen von Glück und einem gelingenden Leben in einer Gesellschaft, in der Individualität als fragwürdiger Wert gilt. Er stellt die Eigengesetzlichkeit des chinesischen Modernisierungsprozesses ins Zentrum seiner Überlegungen und zeigt auf, wie sich universalistische Wertbindungen zu den kulturellen und religiösen Traditionen verhalten. Wenn wir verstehen wollen, was der Aufstieg Chinas für uns bedeutet, werden wir fragen müssen: Was bedeutet die Freiheit in China?
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Helwig Schmidt-Glintzer: "Chinas Angst vor der Freiheit" - Mehr Infos bei C. H. Beck
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Hewig Schmidt-Glintzers Untersuchung der tieferen Ursachen für das Verhalten der chinesischen Regierung, die jede Kritik als existenzbedrohend empfindet, scheint Rezensent Peter Sturm recht erhellend. Im Rahmen einer Sammelrezension von Büchern, die anlässlich des 60. Jahrestages der Volksrepuplik erschienen sind, attestiert er dem Autor, Verständnis für die Denkweisen der Führung Chinas zu vermitteln, ohne sich opportunistisch anzubiedern. Schmidt-Glintzer macht ihm klar, warum die chinesische Regierung Angst vor der Freiheit hat: sie setzt sie mit Chaos und Zügellosigkeit gleich. Sturm geht in seiner Besprechung auch auf das europäische Freiheitsverständnis ein und sieht hier einen Punkt, wo China von Europa lernen könnte.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.10.2009
Angesichts des wachsenden Interesses an China als Global Player empfiehlt Tilman Spengler vier neue Sachbücher. Mit einer ideengeschichtlichen Untersuchung um die Begriffe "Freiheit" und "Ordnung" nähert sich der Sinologe Helwig Schmidt-Glintzer China und lässt dem interessierten Rezensenten den zunächst paradox klingenden Titel transparent werden. Glänzend sieht er aus der Kulturgeschichte Chinas die "Angst vor der Freiheit" hergeleitet, und er stimmt dem Autor zu, wenn dieser mutmaßt, dass bei zukünftigen Konflikten mit dem Westen nicht unbedingt die westlichen "Wertmaßstäbe" zu ihrer Lösung die Grundlage liefern werden.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








