Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Asgeir Jonsson
Der Fall Islands
Wie internationale Spekulanten ein Land an den Rand des Staatsbankrotts brachten
Klappentext
Island ist das bisher prominenteste Opfer der globalen Wirtschaftskrise. Die 300.000 Einwohner zählende Insel wurde wie kein anderes europäisches Land in den Finanzstrudel gerissen. Innerhalb von nur einer Woche zerfiel annähernd der gesamte Bankensektor des Landes. Doch ist Island wirklich ein Opfer der Finanzkrise? Oder brachte ein gezielter Angriff von internationalen Hedge-Fonds die Währung, das Bankensystem sowie den Aktienmarkt des Inselstaates zum Einsturz? Das behauptet nämlich Asgeir Jonsson, der Chefvolkswirt der Kaupthing Bank. Er liefert in diesem Buch den Nachweis, dass Island Opfer eines internationalen Coups war. Für seine provokante These hat er eine Fülle brisanter und unwiderlegbarer Fakten und Beweise gesammelt, die nur einen Schluss zulassen: Island war der Verlierer, große Hedge-Fonds die Gewinner.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2009
So umfassend, temporeich und spannungsvoll hat Sebastian Balzter noch von niemandem erklärt bekommen, wie Island zum Zentrum der Finanzkrise hat werden können. Der Insiderstatus des Autors (Asgeir Jonsson ist seit 2004 Chefvolkswirt der isländischen Kaupthing-Bank) spielt dabei laut Balzter eine doppelte in sich widersprüchliche Rolle: Zum einen verdankt der Text ihm seine Informationsdichte und seine "atmosphärisch dichten Momentaufnahmen". Zum anderen ist er eine beständige Gefahr für die Glaubwürdigkeit der Analyse. Dass Jonsson vor allem die Politik und ausländische Spekulanten für den Crash des isländischen Finanzsystems verantwortlich macht und die eigene Zunft rechtfertigt, kann Balzter indes gut verstehen. Angesichts der aufschlussreichen mentalitätsgeschichtlichen Informationen über das isländische Volk, Jonssons Bericht über Islands Einstieg ins internationale Investmentgeschäft und seiner Charakterskizzen aggressiver Finanzwikinger bildet sich der Rezensent auch mal gerne eine eigene Meinung darüber, wer die Schuld trägt an Islands Fall.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








