Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Raffaele Cantone

Allein für die Gerechtigkeit

Ein Leben im Kampf gegen die Camorra

Cover: Allein für die Gerechtigkeit

Antje Kunstmann Verlag, 2009
ISBN-10 3888975840
ISBN-13 9783888975844
Gebunden, 255 Seiten, 19,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Den "Feind Nummer eins" der neapolitanischen Camorra hat Roberto Saviano seinen Freund Raffaele Cantone genannt, der durch seine Prozesse gegen die großen Clans zur Symbolfigur des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen geworden ist. Cantones aufsehenerregende Autobiografie liefert zum ersten Mal eine schonungslose Innensicht aus der Perspektive der Ermittler. Wie Saviano ist Cantone mitten im Land der Camorra aufgewachsen. In dem kleinen Ort Gugliano bei Neapel sind Morde alltäglich, die Aufstiegschancen gering.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.09.2009

Gleich zwei Bücher nehmen es derzeit mit der Mafia auf, und Henning Klüver findet sie beide wichtig und notwendig, "weil sie Werte setzen und Klarheit schaffen, wo andere lieber im Nebel einer zunehmenden Begriffsverwirrung ihren Geschäften nachgehen". Während er allerdings Andrea Camilleris "M wie Mafia" nicht gänzlich gelungen findet, hat ihn das Buch "Allein für die Gerechtigkeit" von Raffaele Cantone sehr beeindruckt. Der frühere Antimafia-Staatsanwalt sei von einem unglaublichen Gerechtigkeitssinn beseelt, der nie ins Missionarische umschlage, versichert Klüver. Cantone erzähle dabei weniger von den spektakulären Fällen als vielmehr von den alltäglichen Verbrechen, den Schutzgelderpressungen und den Morden, aber auch von den Verleumdungen, denen er selbst zum Opfer fiel. Und auch wenn der inzwischen am Kassationsgericht in Rom arbeitende Cantone nicht Camilleris sprachliches Geschick besitze, so sei  ihm in Zusammenarbeit mit der Autorin Helena Janeczek doch ein sehr aufrüttelndes Buch "voller Wärme" gelungen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.09.2009

Die "betuliche Sprache" trübt das Lektüreerlebnis des Rezensenten ein wenig. Ansonsten aber ragt das Buch des Juristen Raffaele Cantone für Rudolf Walther aus der Flut der Mafia-Bücher heraus. Walther lobt die Sachlichkeit, mit der Cantone den Leser über die mühsame Arbeit eines Staatsanwalts in der Antimafia-Behörde in Caserta informiert, über die Mängel der Kronzeugenregelung, die Verschleppung von Verfahren und die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Behörden und Polizei. Dass dabei auch persönliche Belastungen und Erfahrungen zur Sprache kommen, scheint Walther in Ordnung zu finden und jedenfalls weitaus angenehmer, als die sonst für das Genre übliche mit Spekulationen gespickte reißerische Darstellung.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren