Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Haruki Murakami

Schlaf

Roman

Cover: Schlaf

DuMont Verlag, Köln 2009
ISBN-10 3832195254
ISBN-13 9783832195250
Gebunden, 78 Seiten, 14,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Japanischen von Nora Bierich. Mit Illustrationen von Kat Menschik. "Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf." So beginnt Haruki Murakamis Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zu macht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: Jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. "Ich kann einfach nicht schlafen. Noch nicht einmal ein Nickerchen." Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei Weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage, aber auch gefährlicher.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009

Angetan zeigt sich der "lue." zeichnende Rezensent von Haruki Murakamis Roman "Schlaf". Die Geschichte um eine schlaflose Zahnarztgattin, die keineswegs unter ihrer Schlaflosigkeit leidet, sondern die Realität zunehmend klarer sieht, hat ihn irgendwie fasziniert. Er schätzt die "einfache, rhythmisierte Prosa" des Autors, deren Ton dringlicher werde, je länger die Schlaflosigkeit seiner Protagonistin andauere. Diese Dringlichkeit bringt für ihn ein Unbehagen in den Text, der schließlich "abrupt" endet. Besonders hebt er noch Kat Menschiks Illustrationen im "typischen surrealistischen Comic-Stil" hervor.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2009

Simon Strauss hat sich begeistert von Haruki Murakamis unheimlicher Erzählung "Schlaf" verstören lassen, in der eine Zahnarztgattin plötzlich aufhört zu schlafen. Während sie die Schlaflosigkeit zunächst als Zuwachs an Vitalität und Lebensqualität erlebe, kommt ihr nach 17 Tagen der erschreckende Gedanke, dass sie vielleicht in Wirklichkeit gestorben sei und der Tod somit keineswegs ewigen Schlaf, sondern immer währendes Wachsein bedeutet, fasst der Rezensent zusammen. Temporeich wechsle diese Erzählung, die dem 2007 erschienenen Band "Ein Elefant verschwindet" entnommen wurde, zwischen Traum und Wirklichkeit, Alltagsrealität und surrealer "Parallelwelt", schwärmt Strauss. Großartig und gegenüber der Erzählung durchaus eigenständig findet er auch die Zeichnungen der Berliner Illustratorin Kat Menschik, der es in ihren Zeichnungen  gelingt, die ganze Bedrohlichkeit dieser schlaflosen Existenz einzufangen, wie der Rezensent schwärmt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren