Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bauer. Eigentlich hatte sich Ex-Cop Turner in das kleine Provinzkaff Cypress Grove zurückgezogen, um sein altes Leben hinter sich zu lassen. Doch als der unerfahrene Sheriff des Ortes mit einem Ritualmord konfrontiert wird, bittet er den Außenseiter um Hilfe. Ein Mann wurde gepfählt und als gekreuzigte Vogelscheuche aufgebaut. Turner nimmt die Ermittlungen auf und gewinnt nicht nur neue Freunde, sondern muss sich letztlich auch seiner Vergangenheit und damit sich selbst stellen. Deutscher Krimipreis-Träger 2008.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.08.2009
An James Sallis' Kriminalromanen interessiert die Rezensentin Sylvia Staude der Spannungsplot am allerwenigsten. Wichtiger ist ihr die "unnachgiebige" Atmosphäre, in der seine Protagonisten sich an ihren Verstrickungen abarbeiten müssen und nach Erlösung suchen. Sallis? Erzählungen sind nach Staudes Einschätzung überwiegend "Lonesome-Cowboy-Geschichten", seine Figuren charakterisiert er dabei ebenso beiläufig wie sorgfältig. Die Handlung ist da nach Staudes Einschätzung fast nebensächlich und "verschwindet gleichsam im Dunst wie eine Landschaft". Sallis' Stil bleibt immer aufs Wesentliche reduziert, findet die Rezensentin.
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