Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anna Maria Sigmund

Das Geschlechtsleben bestimmen wir

Sexualität im Dritten Reich

Cover: Das Geschlechtsleben bestimmen wir

Wilhelm Heyne Verlag, München 2008
ISBN-10 3453137280
ISBN-13 9783453137288
Gebunden, 304 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Für das NS-Regime war das oberste Ziel geschlechtlicher Beziehungen die Ausbreitung der arischen Rasse. Dafür war jedes Mittel recht: von der Ächtung Homosexueller über drakonische Strafen für Abtreibung bis hin zu Zwangssterilisationen. Die Funktionäre selbst lebten hingegen ihre Sexualtriebe oft hemmungslos aus. Anna Maria Sigmund beleuchtet umfassend die verschiedenen Facetten von Sexualität zur Zeit des Nationalsozialismus.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.08.2009

Es ist nicht das erste Buch, das die Historikerin Anna Maria Sigmund über die Ideologien der NS-Zeit veröffentlicht, und es ist in gewohnter Weise sehr gut gelungen, lobt Rezensentin Ursula Frey. "Das Geschlechtsleben bestimmen wir" erläutert "ausgesprochen provokant" und mit neu recherchierten Quellen, unter anderem private Himmler-Briefe oder bis dato geheime Protokolle der SS, die Bevölkerungspolitik von 1933 bis 1945 - ohne dabei auch nur im Ansatz anstößig zu werden, wie Frey bemerkt. Aus dem Ziel der Nazis, die arische Rasse zu verbreiten, folgte unter anderem ein Verhütungsmittelverbot Hitlers und das Vorhaben, nach dem Sieg des Krieges "Mehrehen, Nebenehen und 'Vielweiberei'" einzuführen. Erneut sei es Sigmund gelungen, die "Doppelzüngigkeit und Doppelmoral" der Nazis zu enttarnen, so Frey, und dafür gibt es Applaus.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren