Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt. In jedem Missgeschick steckt der Ansatz für eine wunderbare Geschichte: Ein Autor fällt von einer Bühne in Paris - er sollte hier eigentlich über das Besondere an der norwegischen Literatur referieren. Das hat ihn irgendwie aus dem Takt gebracht. In diesem schrecklichen Augenblick, während er die Arme in die Luft streckt und sich für alle Zeiten von der Welt verabschiedet, sieht er sich plötzlich wieder auf den Straßen von Oslo stehen. Vor Bruns Musikaliengeschäft bewundert er in der Auslage eine unglaubliche, rote Fender Stratocaster. Er ist 13 Jahre alt und weiß nur eins: diese Gitarre muss er haben. Natürlich ist sie unerschwinglich. Da verdingt er sich als Blumenbote beim alten Finsen und dessen Frau, und plötzlich nimmt sein Leben buchstäblich Fahrt auf.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Lars Saabye Christensen: Die blaue Kuppel der Erinnerung - Leseprobe bei btb
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.01.2010
Als Roman zum "30-Jahr-Berufsjubiläum" stellt uns Aldo Keel Lars Saabye Christensens "Die blaue Kuppel der Erinnerung" vor, in der ein Schriftsteller durch einen Sturz vom Veranstaltungspodium in seine Vergangenheit zurückkatapultiert wird. Der Ich-Erzähler findet sich darauf als 13-jähriger Blumenbote wieder, dessen größter Wunsch eine "Fender Stratocaster", eine E-Gitarre, ist und der durch eine ehemalige Zirkus-Artistin zum Schreiben kommt, fasst der Rezensent zusammen. "Virtuos" findet es Keel, wie der norwegische Autor die Botengänge des Ich-Erzählers zum Rundgang durch die Welt der Motive und Protagonisten seines eigenen Werks macht, und er sieht darin zudem die Poesie als "Schlüssel" zu Christensens Schaffen - der Autor begann seine sehr erfolgreiche Karriere als Lyriker - eindrücklich Gestalt gewinnen. So lobt der Rezensent diesen Roman als gelungenes "Porträt" von Christensens "Verfasserschaft", das ihn zudem mit seinen virtuosen Abschweifungen und "lakonischem Humor" überzeugt hat.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.08.2009
"Klug und schön" findet Rezensent Stephan Opitz diesen Roman von Lars Saabye Christensen, der von einem Jungen im Oslo der sechziger Jahre erzählt, der am Anfang der Geschichte noch unbedingt eine Fender Stratocaster haben will und am Ende unbedingt nicht mehr. Zwischen diesen beiden Willensbekundungen liegt nicht nur eine junge Liebe, sondern ein ganzer Bildungsroman, wie der Rezensent meint, der auch das Oslo der späteren Nachkriegszeit sehr beeindruckend gezeichnet fand, nämlich von einem düsteren und strengen Firnis überzogen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








