Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Gellately

Lenin, Stalin und Hitler

Drei Diktatoren, die Europa in den Abgrund führten

Cover: Lenin, Stalin und Hitler

Lübbe Verlagsgruppe, Bergisch Gladbach 2009
ISBN-10 3785723490
ISBN-13 9783785723494
Gebunden, 891 Seiten, 29,95 EUR

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Klappentext

Zwei Weltkriege, die russische Revolution, Aufstieg und Fall des Dritten Reichs, der Holocaust - zwischen 1914 und 1945 brechen große politische Katastrophen über Europa herein und verändern die Gesellschaft von Grund auf. Im Zentrum der Katastrophen stehen drei Diktatoren: Lenin, Stalin und Hitler. Während über die Verbrechen und Grausamkeit der Letztgenannten Einigkeit besteht, wird Lenin bisweilen als guter Gründungsvater eingeschätzt. Zu unrecht. Der Historiker Robert Gellately beweist in seiner Studie Lenins verheerende Rolle für die jüngere Geschichte und liefert damit den Schlüssel zu einem besseren Verständnis des großen Weltenbrands.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2009

Der Autor ist Jürgen Elvert als Kenner des Nationalsozialismus bekannt. Robert Gellatelys vergleichende Studie zu Lenin, Stalin und Hitler profitiert laut Elvert zudem von der Öffnung der russischen Archive Anfang der 90erJahre. Auf Basis dieser Erkenntnisse gelingt Gellately, so erklärt der Rezensent, eine gleichermaßen spannende wie Forschungslücken schließende Arbeit, die auch die Frühgeschichte des sowjetischen Kommunismus miteinbezieht. Nach einer vielversprechenden Einführung sorgt die Lektüre des Buches beim Rezensenten allerdings durchaus für "gemischte Gefühle". So solide, pointiert und insgesamt zuverlässig der Autor hinsichtlich der drei Diktatoren (vorwiegend englischsprachige) Quellenliteratur nutzt, Urteile fällt und dem Leser die Fakten präsentiert, so wenig findet Elvert den in Aussicht gestellten und seiner Meinung nach gewinnbringenden Strukturvergleich eingelöst. Dafür, meint Elvert, fehlt ein "gemeinsames Raster".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren