Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Klaus Kellmann

Stalin

Eine Biografie

Cover: Stalin

Primus Verlag, Darmstadt 2005
ISBN-10 3896782657
ISBN-13 9783896782656
Gebunden, 351 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

In thematischen Stationen begleitet Klaus Kellmann die verschiedenen Lebensetappen Stalins und gibt gleichzeitig eine allgemeine Analyse der dramatischen Epoche, die unter dem Namen "Stalinismus" in die Geschichte eingegangen ist. Man erlebt Stalin in der vorrevolutionären Zeit vor 1917, in den Stürmen der Revolutions- und Bürgerkriegsjahre, in seinem Verhältnis zu Lenin bzw. im Machtkampf um Lenins Erbe, bei seinem Aufstieg zum Diktator, als 'Vater' des Terrors, als 'Hintergangener' Hitlers, und als zentralen Mitspieler auf der weltpolitischen Bühne im beginnenden Kalten Krieg. Der Leser erhält darüber hinaus 'intime' Einblicke in das Funktionieren des Machtapparates von Partei und Regierung in der Stalinzeit, er erfährt, wie Entscheidungen von weltweiter politischer Tragweite - oft ganz unspektakulär - gefällt wurden und welche tragischen Konsequenzen viele dieser Entscheidungen für den einfachen Sowjetbürger hatten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2006

Nicht ganz zufrieden ist Helmut Altrichter mit diesem Buch über Stalin, das er als eine Art Zwischenresümee, als ansieht. Denn Klaus Kellmann wolle gar keine neue Deutungen der hsitorischen Figur liefern, sondern den bisherigen Stand der Forschung abbilden und bilanzieren. Das findet der Rezensent eigentlich ganz in Ordnung, doch bezweifelt er, dass es wirklich einen gesicherten Stand gibt. Seiner Ansicht nach hätte Kellermann deutlich machen müssen, dass er sich - bei aller Vorsicht - auf unsicherem Terrain bewege. Schließlich findet er einige Ungenauigkeiten und Fehler, die er im folgenden richtigstellt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.11.2005

Für diese Stalin-Biografie von Klaus Kellmann hagelt es Kritik, denn Ulrich Teusch findet, dass der Diktator darin eine "eher rätselhafte Figur" bleibt. Schon in der "äußerst knappen" Darstellung der vorrevolutionären Jahre moniert der Rezensent "oberflächlich-banale" Befunde, die ihm für das gesamte Buch typisch erscheinen. Eine "tief schürfende Interpretation" oder gar ein "Psychogramm" Stalins finde man in diesem Buch nicht, beklagt sich Teusch, der auch den Versuch, Stalin historisch zu verankern, eher misslungen findet, weil dadurch über weite Strecken der Eindruck entsteht, man habe es hier mit einer "höchst selektiven Geschichte des 20. Jahrhunderts" zu tun, in der Stalin nur "sporadisch" auftaucht. Wichtige Bereiche wie beispielsweise Stalins Verhältnis zu den zeitgenössischen Künstlern werden vom Autor überhaupt nicht behandelt, während er den Besuch Herbert Wehners in Moskau lang und "einseitig" darstellt, kritisiert Teusch. Das Gewicht, das Kellmann auf die "Verbrechen" des Diktators legt und die "Fassungslosigkeit", die er dabei zeigt, trifft zwar auf Verständnis beim Rezensenten und er findet sogar, dass dies zu den "Stärken" der Biografie zählt. Dadurch entstehe aber der Eindruck, dem Autor sei es vor allem um eine Verurteilung Stalins und weniger um eine Erklärung zu tun, so der Rezensent enttäuscht.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren