Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gerhard Paul

Das Jahrhundert der Bilder

1900 bis 1949

Cover: Das Jahrhundert der Bilder

Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2009
ISBN-10 3525300115
ISBN-13 9783525300114
Gebunden, 822 Seiten, 39,90 EUR

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Klappentext

Dieses Buch erzählt die visuelle Geschichte der Weltkriegszeit. Es zeigt die Schlüsselbilder, die die Welt bewegten, und die imaginierten Welten, die zu kollektiven Bildern dieser Epoche wurden. Der Untergang der Titanic und das Attentat von Sarajewo, die Hafentreppe von Odessa und der Junge im Warschauer Ghetto, die Persil-Frau und Micky Maus, Josephine Baker und Leni Riefenstahl, das Torhaus von Auschwitz und Iwo Jima, der Engel von Dresden und die Mushroom Clouds über Hiroshima, die Rosinenbomber und die Friedenstaube - mehr als jede Zeit zuvor ist das 20. Jahrhundert ein Jahrhundert der Bilder. Das Buch zeigt die Schlüsselbilder, die die Welt bewegten, und die imaginierten Welten, die zu kollektiven Bildern dieser Epoche wurden. Es erzählt die Geschichte ihrer Entstehung, ihrer Benutzung und ihrer Wahrnehmung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2009

Urs Hafner hält diesen opulenten Bildband nur bedingt für geeignet, das 20. Jahrhundert zu verstehen. Zwar findet er das von dem Zeithistoriker Gerhard Paul ausgerufene Paradigma einer Zeitgeschichte durch kanonische Bilder angemessen. Die von Paul nach ihrer Aussagekraft im Hinblick auf das "konfliktive wie technizistische Signum der Epoche" hin ausgewählten rund 200 Bilder (Sexuelle Revolution, Tschernobyl, Mauerfall) samt Analysen verschaffen ihm auch Anregung und Kurzweil. Allerdings stößt Hafner unterwegs immer wieder auf die Crux der historiografischen Beschäftigung mit Bildern "schlechthin". Indem die Autoren dem vorgegebenen Paradigma folgen und die Ästhetik der Bilder erkunden möchten, klingt es für Hafner nicht selten allzu kunsthistorisch deskriptiv, wie die bloße "Verdoppelung" der medialen Inszenierung.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2009

Peter Geimer schätzt diesen von Gerhard Paul herausgegebenen Band "Das Jahrhundert der Bilder. 1900 bis 1949", der die Welt der Bilder - von Werken der bildenden Kunst über politische Plakate und Reklame bis zur Ikonografie der beiden - Weltkriege vorstellt. Er attestiert dem Werk, zu dem über siebzig Autoren beigetragen haben, einen hohen Anspruch, will es doch kein Geschichtsbuch mit angehängtem Bildteil sein, sondern die visuelle Prägung des 20. Jahrhunderts aufzeigen. Die Auswahl der Bilder findet Paul gelungen, bekannte Motiven stehen neben solchen, die verlorenen gegangen schienen. Ob der Band seinen bildtheoretischen Anspruch einlösen kann, hält er allerdings für fraglich, gewinnt er doch den Eindruck, dass die Bilder nicht nach "bildlichen Kriterien" gewählt wurden, sondern als eine "Chronik zeitgeschichtlicher Ereignisse".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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