Bücherschau der Woche
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Günter Pursch
Das parlamentarische Schimpfbuch
Stilblüten und Geistesblitze unserer Volksvertreter in 60 Jahren Bundestag
Klappentext
60 Jahre Parlamentsgeschichte - von Schwarz bis Gelb, von Rot bis Grün - im Spiegel von Witz und Charme, Unsinn und Hintersinn, Schimpf und Schelte. Günter Pursch versammelt in dieser Ausgabe die besten Aussprüche unserer Volksvertreter im Deutschen Bundestages seit seiner Gründung 1949 bis heute.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.07.2009
"Geht es heute wirklich noch um etwas? Nimmt man die Schlagfertigkeit im Bundestag als Indiz, wohl nicht." Zu diesem Schluss kommt Rezensent Thomas E. Schmidt, nachdem er das "Parlamentarische Schimpfbuch" von Günther Pursch gelesen hat. Das "Schimpfbuch" dokumentiert Ausbrüche, Beschimpfungen und Flegeleien die im Bundestag in den letzten Jahrzehnten ausgetauscht wurden. Grundsätzlich hat Schmidt nichts gegen Beleidigungen, bezeugen sie doch eine gewisse Leidenschaft fürs Thema. Allerdings fällt ihm bei der Lektüre auf, dass die Generation von Wehner, Strauß, Lambsdorff oder Schmidt noch deutlich aggressiver war als heutige Politiker: Die Wortwechsel hatten eine "existenzielle Dramatik". Heute dagegen scheinen sie Schmidt eher für die Kamera inszeniert zu sein: Man greift den Gegner an, will sich aber auch nicht beim Fernsehpublikum unbeliebt machen.
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