Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Errico Malatesta

Ungeschriebene Autobiografie

Erinnerungen (1853-1932)

Cover: Ungeschriebene Autobiografie

Edition Nautilus, Hamburg 2009
ISBN-10 3894015942
ISBN-13 9783894015947
Kartoniert, 219 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Mit Fotos und Illustrationen. Herausgegeben von Piero Brunello und Pietro Di Paola. Aus dem Italienischen von Egon Günther. Malatesta (1853-1932) hat sich immer geweigert, seine Autobiografie zu schreiben. Er hielt sie angesichts der krisengeschüttelten Weltlage für unerheblich. Trotzdem liest sich sein Leben wie ein Abenteuerroman: Auf der Flucht vor der Polizei quer durch die Länder der Welt lernte er die bedeutendsten Zeitgenossen der internationalen Aufstände kennen. Obwohl aus wohlhabender Familie, engagierte er sich schon sehr früh politisch und wurde als Vierzehnjähriger zum ersten Mal verhaftet. 1871 warf man Malatesta wegen Teilnahme an einer Demons­tration von der Universität. Er trat der italienischen Sektion der Internationale bei, traf 1872 Michail Bakunin in der Schweiz. 1877 war Malatesta an einem bewaffneten Aufstand in Kampanien beteiligt. Sie verübten einen Brandanschlag auf das Finanzamt und erklärten das Ende der Monarchie. Der Aufstand wurde durch das Militär schnell niedergeschlagen. Malatesta war gezwungen, das Land zu verlassen. Im Laufe der folgenden Jahre lebte und agitierte er in Ägypten, in der Schweiz, in Rumänien, London, Argentinien, Belgien, Malta, den USA und immer wieder auch in Italien, wo er mehrfach verhaftet wurde. Malatesta gründete mehrere anarchistische Zeitschriften, organisierte Streiks und Demonstrationen. Unter der faschistischen Diktatur Mussolinis arbeitete er als Elektriker in Rom, wo er 1932 fast 80-jährig starb.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.07.2009

Mit viel Lob bedenkt Rezensent Rudolf Walther diese Edition autobiografischer Texte des italienischen Anarchisten Enrico Malatesta (1853-1932), die Piero Brunello und Pietro Di Paola herausgegeben haben. Die Montage aus Briefen, Zeitungsartikeln, Notizen ermöglicht für ihn einen erhellenden Blick auf das Leben Malatestas, für ihn das wohl "abenteuerlichste" von den "abenteuerlichen Leben" vieler europäischer Anarchisten. Wie er berichtet, blieb Malatesta trotz Flucht, Exil, Gefängnis, gescheiterter Revolutionsversuche und minimaler Auflagen der von ihm und Freunden herausgegebenen Zeitungen zeitlebens ein "unverbesserlicher Optimist" (Armando Borghi). Die nun vorliegende Textmontage schätzt Walther als mustergültige editorische Leistung. Er sieht darin das "lebendige Porträt des legendären politischen Nonkonformisten".

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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