Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Emma Goldman

Gelebtes Leben

Autobiografie

Cover: Gelebtes Leben

Edition Nautilus, Hamburg 2010
ISBN-10 3894017317
ISBN-13 9783894017316
Gebunden, 909 Seiten, 34,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Marlen Breitinger, Renate Orywa, Sabine Vetter und Tina Petersen. Emma Goldman (1869-1940), Anarchistin, Revolutionären, Agitatorin, Frauenrechtlerin, beschreibt ihr ungewöhnliches, aufregendes Leben. Sie ist Sigmund Freud, Peter Kropotkin, Ernest Hemingway und Lenin begegnet, hat sich gegen die Wehrpflicht eingesetzt und für die Rechte der Arbeiter, der Frauen und Kinder und für die freie Liebe gekämpft. "Gelebtes Leben" ist das Zeugnis einer kämpferischen, unabhängigen Frau.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.12.2010

Eingenommen ist Rezensent Hans-Jürgen Linke von Emma Goldmans Autobiografie, die nun in einer Neuausgabe mit vollständig neuer Übersetzung vorliegt. Er würdigt die Propagandistin und Anarchistin als beeindruckende, kompromisslose, zutiefst humanen Grundsätzen verpflichtete Frau, die für die Arbeiterbewegung in den USA eine bedeutende Rolle spielte. In ihrer Autobiografie erscheint ihm Goldman (1869-1940) zudem als "charmante Erzählerin", der Mitmenschen und Einzelheiten wichtiger sind als die große Geschichte. Nichtsdestoweniger bietet "Gelebtes Leben" in Linkes Augen auch eine lesenswerte Geschichte der amerikanischen Arbeiterbewegung und ihrer Kämpfe, sieht er doch in Goldman eine genaue Beobachterin der Zeitgeschichte. An vorliegender Neuausgabe der Autobiografie schätzt er neben der Übersetzung auch das Nachwort, den Bildteil und die Chronik.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.10.2010

Rezensent Rudolf Walther findet es sehr "verdienstvoll", dass der Nautilus Verlag die Autobiografie der in Russland geborenen und 1886 in die USA emigrierten Anarchistin Emma Goldman der Öffentlichkeit in einer überarbeiteten Übersetzung wieder zugänglich macht. Am spannendsten findet Walther ihre Beschreibungen aus der Zeit des "Ersten Weltkrieges und der russischen Oktoberrevolution". Das "schwierige wie solidarische Zusammenleben von kleinen anarchistischen Gruppen" schildert sie ebenso wie ihre Enttäuschung über sowjetische Realitäten. Walther betont, dass Goldmans - ausgerechnet durch die finanzielle Unterstützung der Millionärin Peggy Guggenheim ermöglichten  - Memoiren die Schwächen der anarchistischen Bewegung nicht verschleiere, sondern offenlegen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren