Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Ungenaue Diagnosen, falsche Therapie, oberflächliche Behandlung, die Liste ist lang: Ältere Menschen werden in der Medizin zunehmend Opfer einer skandalösen Diskriminierung, sie erhalten längst nicht immer die gleichen medizinischen Leistungen wie jüngere Patienten. Und die Politik überlegt sogar, wie pflegerische Leistungen für Alte weiter reduziert werden können. Ursula Biermann deckt die alltäglichen Missstände im deutschen Gesundheitssystem auf, lässt Betroffene zu Wort kommen und zeigt Möglichkeiten und Wege, wie eine Verbesserung der Situation zu erreichen wäre.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Ursula Biermann: "Der Alte stirbt doch sowieso" - Mehr Infos beim Herder Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.07.2009
Den Titel von Ursula Biermanns Buch ("Der Alte stirbt doch sowieso") hält der Stuttgarter Historiker Robert Jütte zwar für etwas drastisch. Aber was die Journalistin über die schlechte medizinische Behandlung von älteren Menschen zusammengetragen hat, scheint ihm überzeugend recherchiert und überaus instruktiv. Zustimmend äußert er sich über Biermanns Kritik der Dreiklassenmedizin, die nicht nur den Unterschied zwischen Privat- und Kassenpatienten macht, sondern zunehmend ältere und alte Menschen als die "dritte Klasse" diskriminiert. Neben zahlreichen Erfahrungen findet Jütte in dem Buch auch aktuelle Forschungsergebnisse zitiert, die diese Einschätzung belegen. Er referiert über die Rationierung von Gesundheitsleistungen für ältere Menschen, die auch in Deutschland längst gängige Praxis ist. Den "eigentlichen Skandal" sieht er in der Verweigerung von Reha-Maßnahmen, was viele ältere Menschen zum Pflegefall macht. Neben dem Forderungskatalog der Autorin hebt er insbesondere deren Rat zur Selbsthilfe hervor, Freundschaften zu pflegen, so dass man im Notfall im Alter auch Unterstützung habe.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








