Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christoph Lohfert

Weil Du arm bist, musst Du früher sterben

Der ohnmächtige Patient.

Cover: Weil Du arm bist, musst Du früher sterben

Piper Verlag, München 2011
ISBN-10 3492053483
ISBN-13 9783492053488
Kartoniert, 304 Seiten, 17,95 EUR

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Klappentext

Im Schnitt muss einer von fünf Bundesbürgern pro Jahr ins Krankenhaus. Dort ist er den Systemen hilflos ausgeliefert "einem Irrgarten, in dem Macht und Einfluss, Geld und Gebote eine große Rolle spielen". Christoph Lohfert erklärt die phänomenalen Erfolge und grandiosen Fehlentwicklungen im Medizinbetrieb. Er weiß, wie ohnmächtig der kranke Mensch dem Gesundheitssystem ausgeliefert ist. Anhand von Erlebnisberichten, seiner vierzigjährigen Berufserfahrung und unzähligen Gesprächen mit Ärzten wie Patienten zeigt Lohfert, wie man sich im Labyrinth der Systeme bewegen muss, damit man dem Lotteriespiel "Heilung" nicht hilflos ausgesetzt ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2011

Die wichtigste Lehre, die Michael Pawlik aus diesem Buch eines medizinischen Beraters zieht, ist diese: Als Patient Augen aufhalten, denn eine Klinik, das ist oft nicht viel mehr als ein Kaufhaus. Klingt schrecklich, entspricht laut Christoph Lohfert aber der Realität. Diese Realität bekommt Pawlik hier in allen Einzelheiten geschildert. Das Hauptmanko der medizinischen Versorgung, das der Autor dabei herausarbeitet, sind nicht etwa ärztliche Fehler im klassischen Sinn, sondern Mängel in der Organisation, in den Abläufen und in der Kommunikation, kurz: Chaos. Die Schlussfolgerung des Autors, dass gute Medizin nichts ist, folgt ihr nicht auch gute Organisation, kann Pawlik nachvollziehen, Lohferts Forderung nach mehr wirtschaftlichem Denken bei den Ärzten aber hält er für nicht ganz nebenwirkungsfrei.

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Mehr Bücher aus dem Themengebiet

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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