Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Im Schnitt muss einer von fünf Bundesbürgern pro Jahr ins Krankenhaus. Dort ist er den Systemen hilflos ausgeliefert "einem Irrgarten, in dem Macht und Einfluss, Geld und Gebote eine große Rolle spielen". Christoph Lohfert erklärt die phänomenalen Erfolge und grandiosen Fehlentwicklungen im Medizinbetrieb. Er weiß, wie ohnmächtig der kranke Mensch dem Gesundheitssystem ausgeliefert ist. Anhand von Erlebnisberichten, seiner vierzigjährigen Berufserfahrung und unzähligen Gesprächen mit Ärzten wie Patienten zeigt Lohfert, wie man sich im Labyrinth der Systeme bewegen muss, damit man dem Lotteriespiel "Heilung" nicht hilflos ausgesetzt ist.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2011
Die wichtigste Lehre, die Michael Pawlik aus diesem Buch eines medizinischen Beraters zieht, ist diese: Als Patient Augen aufhalten, denn eine Klinik, das ist oft nicht viel mehr als ein Kaufhaus. Klingt schrecklich, entspricht laut Christoph Lohfert aber der Realität. Diese Realität bekommt Pawlik hier in allen Einzelheiten geschildert. Das Hauptmanko der medizinischen Versorgung, das der Autor dabei herausarbeitet, sind nicht etwa ärztliche Fehler im klassischen Sinn, sondern Mängel in der Organisation, in den Abläufen und in der Kommunikation, kurz: Chaos. Die Schlussfolgerung des Autors, dass gute Medizin nichts ist, folgt ihr nicht auch gute Organisation, kann Pawlik nachvollziehen, Lohferts Forderung nach mehr wirtschaftlichem Denken bei den Ärzten aber hält er für nicht ganz nebenwirkungsfrei.
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