Harriet ist fest entschlossen, Schriftstellerin zu werden. Und da sie nur über Dinge schreiben will, die sie selbst beobachtet hat, macht sie sich eifrig Aufzeichnungen. Ihre Kommode steckt voller Hefte, die überquellen von größtenteils garstigen Bemerkungen über ihre Nachbarn und Mitschüler. Als sie eines Tages ihr letztes Heft verliert und die anderen es finden, ist guter Rat teuer. Harriets Leben gerät aus den Fugen. Sie weiß nicht, was sie tun soll, und fürchtet, dass sie ihre Freunde für immer verloren hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2009
Rezensentin Angelika Overath zeigt sich entzückt von der Neuauflage dieses Jugendbuchklassikers der vor 35 Jahren verstorbenen Louise Fitzhugh, die übrigens nicht nur schrieb, sondern auch als Illustratorin arbeitete. Im Mittelpunkt des Buches steht ein junges Mädchen, das auf eine für die damalige Zeit recht mädchenuntypische Weise ihre Umgebung beobachtet und das Treiben sorgfältig dokumentiert. Bald aber muss die Protagonistin ihre Beobachterrolle aufgeben und sich den von ihr verursachten Komplikationen stellen. Auch die "wunderbare Aufmachung" und die Übersetzung gefallen der Rezensentin. Sie lobt die "verständliche, dichte und frische Sprache", die ihrer Meinung nach seit dem erstmaligen Erscheinen des Buches im Jahre 1964 viele junge Frauen zum Schreiben motiviert hat.
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