Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit einem Vorwort von Daniela Strigl. Hilde Spiel hat Wien 1936 - auf den beginnenden Nazi-Terror reagierend - verlassen und sich eine neue Existenz in London aufgebaut. Zehn Jahre später kehrte sie als Nachkriegskorrespondentin der Zeitschrift "New Statesman" nach Wien zurück und hielt ihre Beobachtungen und Gedanken in Tagebuchaufzeichnungen fest. Der Anblick der zerstörten Stadt weckt die Erinnerung an ihre Jugend und Kindheit, aber keine Heimatgefühle. Zu stark sind die Erfahrungen des Krieges, als dass Hilde Spiel viel Anteilnahme aufbringen könnte. Viele Jahre später erschienen diese Erinnerungen als Buch - ein literarisches und persönliches Dokument der österreichischen Nachkriegszeit. Es spiegelt Psyche und Verhaltensweisen von Menschen in einer Epoche des Umbruchs wider.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.08.2009
Rezensentin Julia Kospach freut sich, dass der in Wien ansässige Milena-Verlag einen langjährigen Mangel behoben und Hilde Spiels autobiografischen Bericht aus dem Nachkriegswien neu aufgelegt hat. Kospach findet Spiels Bericht "beneidenswert scharfsinnig" - so sehr, dass es für die Autorin ihrer Meinung nach geradezu schmerzhaft gewesen sein muss, ihre Eindrücke aufzuschreiben. Zudem gefällt der Rezensentin Spiels Stil, der gleichermaßen genau, klar und poetisch ist. So ist die Lektüre nicht nur hochinteressant, sondern auch vergnüglich. Die geborene Wienerin kam in britischer Uniform zurück in ihre Heimatstadt, nachdem sie zur Nazizeit aufgrund ihres jüdischen Backgrounds emigrieren musste.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2009
Erfreut zeigt sich Karl-Markus Gauß über diese Wiederveröffentlichung von Hilde Spiels Tagebuch aus dem Jahr 1946. Er würdigt das Buch als "atmosphärisch dichten Bericht einer Heimkehr", die nicht ganz missrate, aber auch nicht ganz gelinge. Spiel verließ ihre Heimat Österreich 1936, weil sie als Jüdin verfolgt wurde, kehrte 1946 aber wieder für fünf Wochen zurück, um für englische Zeitungen zu berichten. Gauß hebt hervor, dass Spiel sich trotz der vielen unsympathischen Seiten Wiens und der Wiener schon bald wieder in diese Stadt verliebte, so dass sie endgültig nach Österreich zurückkehrte. Lobend äußert sich Gauß über Daniela Strigls Vorwort, das ebenso "kundig wie elegant" in das Tagebuch einleite.
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