Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hilde Spiel

Rückkehr nach Wien

Ein Tagebuch

Cover: Rückkehr nach Wien

Milena Verlag, Wien 2009
ISBN-10 3852861772
ISBN-13 9783852861777
Gebunden, 180 Seiten, 17,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit einem Vorwort von Daniela Strigl. Hilde Spiel hat Wien 1936 - auf den beginnenden Nazi-Terror reagierend - verlassen und sich eine neue Existenz in London aufgebaut. Zehn Jahre später kehrte sie als Nachkriegskorrespondentin der Zeitschrift "New Statesman" nach Wien zurück und hielt ihre Beobachtungen und Gedanken in Tagebuchaufzeichnungen fest. Der Anblick der zerstörten Stadt weckt die Erinnerung an ihre Jugend und Kindheit, aber keine Heimatgefühle. Zu stark sind die Erfahrungen des Krieges, als dass Hilde Spiel viel Anteilnahme aufbringen könnte. Viele Jahre später erschienen diese Erinnerungen als Buch - ein literarisches und persönliches Dokument der österreichischen Nachkriegszeit. Es spiegelt Psyche und Verhaltensweisen von Menschen in einer Epoche des Umbruchs wider.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.08.2009

Rezensentin Julia Kospach freut sich, dass der in Wien ansässige Milena-Verlag einen langjährigen Mangel behoben und Hilde Spiels autobiografischen Bericht aus dem Nachkriegswien neu aufgelegt hat. Kospach findet Spiels Bericht "beneidenswert scharfsinnig" - so sehr, dass es für die Autorin ihrer Meinung nach geradezu schmerzhaft gewesen sein muss, ihre Eindrücke aufzuschreiben. Zudem gefällt der Rezensentin Spiels Stil, der gleichermaßen genau, klar und poetisch ist. So ist die Lektüre nicht nur hochinteressant, sondern auch vergnüglich. Die geborene Wienerin kam in britischer Uniform zurück in ihre Heimatstadt, nachdem sie zur Nazizeit aufgrund ihres jüdischen Backgrounds emigrieren musste.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2009

Erfreut zeigt sich Karl-Markus Gauß über diese Wiederveröffentlichung von Hilde Spiels Tagebuch aus dem Jahr 1946. Er würdigt das Buch als "atmosphärisch dichten Bericht einer Heimkehr", die nicht ganz missrate, aber auch nicht ganz gelinge. Spiel verließ ihre Heimat Österreich 1936, weil sie als Jüdin verfolgt wurde, kehrte 1946 aber wieder für fünf Wochen zurück, um für englische Zeitungen zu berichten. Gauß hebt hervor, dass Spiel sich trotz der vielen unsympathischen Seiten Wiens und der Wiener schon bald wieder in diese Stadt verliebte, so dass sie endgültig nach Österreich zurückkehrte. Lobend äußert sich Gauß über Daniela Strigls Vorwort, das ebenso "kundig wie elegant" in das Tagebuch einleite.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren