Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Hilde Spiel

Hilde Spiel wurde am 19. Oktober 1911 in Wien geboren. Sie besuchte die Reformschule Schwarzwald, an der unter anderen Arnold Schönberg, Adolf Loos und Oskar Kokoschka unterrichteten. Ab 1930 studierte sie Psychologie und Philosophie und wurde 1933 Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). 1933 erschien ihr erster Roman "Kati auf der Brücke". 1936 verließ sie Österreich ins Exil nach Großbritannien, 1938 holte sie ihre Eltern nach. Ihre in Österreich gebliebene Großmutter Melanie wurde im KZ Theresienstadt ermordet. Ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte sie als Kriegsberichterstatterin des "New Statesman" nach Wien zurück. 1948 kehrte sie nach London zurück und nahm eine Stelle als Kulturkorrespondentin der "Neuen Zeitung" an. 1963 kam es zur Trennung, 1970 zur Scheidung von ihrem Mann Peter de Mendelssohn. Spiel kehrte nach Wien zurück und lebte mit ihrem langjährigen Freund Hans Flesch-Brunningen zusammen, den sie 1972 heiratete. 1963 erhielt sie einen Vertrag mit der "FAZ", für die sie bis Mitte der achtziger Jahre die Kulturberichterstattung aus Wien besorgte. In den letzten beiden Jahren vor ihrem Tod erschienen die beiden Erinnerungsbände "Die hellen und die finsteren Zeiten" (1989) und "Welche Welt ist meine Welt?" (1990). Spiel starb am 30. November 1990 und wurde in Bad Ischl beigesetzt. (Mit Material von der Seite literaturepochen.at)

Bücher von Hilde Spiel

Spiel, Hilde: Rückkehr nach Wien. Ein Tagebuch

Cover: Rückkehr nach Wien

Milena Verlag, Wien 2009, ISBN 3852861772, Gebunden, 180 Seiten, 17,90 EUR

Mit einem Vorwort von Daniela Strigl. Hilde Spiel hat Wien 1936 - auf den beginnenden Nazi-Terror reagierend - verlassen und sich eine neue Existenz in London aufgebaut. Zehn Jahre später kehrte sie als Nachkriegskorrespondentin der Zeitschrift "New Statesman" nach Wien zurück und hielt ihre Beobachtungen und Gedanken in Tagebuchaufzeichnungen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen