Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

German Sadulajew

Ich bin Tschetschene

Cover: Ich bin Tschetschene

Ammann Verlag, Zürich 2009
ISBN-10 3250601365
ISBN-13 9783250601364
Gebunden, 155 Seiten, 18,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Franziska Zwerg. Wenn du Tschetschene bist, mußt du deinem Feind eine Unterkunft für die Nacht anbieten, du mußt für die Ehre eines Mädchens sterben, du darfst nicht weglaufen, auch wenn du tausend Gegnern gegenüberstehst. Und du darfst niemals weinen, außer wenn deine Mutter stirbt. Doch wenn du in Rußland keinen Wohnsitz anmelden kannst, ständig als "Schwarzarsch" beleidigt und als Terrorist verdächtigt wirst, nur weil du in Tschetschenien geboren bist, dann weißt du: Auch wenn es schwer ist, Tschetschene zu sein, ist es doch unmöglich, kein Tschetschene zu sein. Sadulajews Roman ist der erste literarische Versuch, die tschetschenische Tragödie aus dem Inneren heraus zu begreifen.

Leseprobe beim Perlentaucher

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.12.2009

Berührt zeigt sich Rezensentin Birgit Veit von German Sadulajews Buch "Ich bin Tschetschene", einem "epischen Klagegesang". Sie schwärmt von den lyrischen Naturschilderungen des Autors, um die herum er Geschichte und Mythologie Tschetscheniens entfaltet. Dabei hebt sie hervor, dass  Sadulajew nicht chronologisch vorgeht, sondern den Selbstbehauptungswillen der Tschetschenen und die überlegene russische Waffentechnologie aufeinanderprallen lässt. Nicht verschweigen will sie, dass das Buch naturgemäß sehr einseitig daherkommt, wenn es die Tschetschenen als unbeugsame Helden zeigt, die der russischen Übermacht ausgeliefert sind. Veit hätte sich allerdings vom Verlag einen Kommentar mit einer objektiveren Einordnung der subjektiven Sicht des Autors gewünscht. Ihr Fazit: "ein schönes und ein schreckliches Buch".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren