Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Was geschieht in Tschetschenien, einer Region von der Größe Thüringens? Warum gelingt es nicht, den Konflikt zwischen Russland und der Kaukasusrepublik beizulegen? Die fortdauernde Gewalt zerstört nicht nur die Lebensgrundlagen einer ganzen Bevölkerung, sondern bedroht auch die junge Demokratie Russlands. "Der Krieg im Schatten" ist ein unentbehrliches Kompendium für jeden, der die politischen und historischen, juristischen und kulturellen Aspekte des Konflikts besser verstehen möchte.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2004
Rezensentin Anette Bingemer hält diesen Band, in dem der Journalist Florian Hassel Beiträge von internationalen Journalisten versammelt, für äußerst nützlich. Denn der Tschetschenienkrieg sei von außen kaum noch durchschaubar, da die Ereignisse unter anderem durch ihre politische Instrumentalisierung nur schwer einzuschätzen seien. Daher kann die Rezensentin den Journalisten nur mit Anerkennung begegnen, die mutig immer wieder hinter die Kulissen schauen und publik machen, was sie dort sehen, auch und insbesondere anhand von Einzelschicksalen, die das ganze Ausmaß der Grausamkeiten am besten darzustellen vermögen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2003
Seit Jahren führt Putin in der Manier eines totalitären Herrschers einen Krieg in Tschetschenien, der dem Rest der Welt als bloße Terrorbekämpfung verkauft werden soll. Dieser Band versucht dagegen, die "zynische Absurdität und menschenverachtende Brutalität" dieser Kriegsführung ins Licht der interessierten Öffentlichkeit zu rücken. Dokumentiert wird etwa, mit welch unsauberen Mitteln der russische Geheimdienst zu Kriegsbeginn Sprengstoffanschläge den Tschetschenen ohne klare Beweise in die Schuhe schob. Dargestellt wird auch, in welcher Weise Russland unter Putin ohne guten Grund in Europa für salonfähig erklärt wurde und wird. Werner Adam resümiert die Lektüre dieses Buches: "Die Sowjetunion und ihre KGB-Hinterlassenschaft lassen schmerzlich grüßen."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.11.2003
Nichts weniger als die Entzauberung von Wladimir Putins Tschetschenien-Politik versuchen die Autoren um den langjährigen Russland-Korrespondenten der Frankfurter Rundschau, Florian Hassel. Frank Nienhuysen zufolge ist ihnen das auch ausgezeichnet gelungen. "Klug gegliedert", "gründlich recherchiert", mit ausreichend Platz und zahlreichen Details habe Hassel ein "authentisches Werk" vorgelegt, das den "Krieg, der Kriterien des Völkermords erfüllt", wie der Rezensent den Herausgeber zitiert, auch in seinen historischen Rahmen einzubetten weiß. Allein vereinzelte "inhaltliche Wiederholungen" möchte Nienhuysen vorsichtig beanstanden, die die Gesamtleistung dieses "lesenswerten Konvoluts aus Reportage-Elementen, Fakten und analytischen Passagen" nicht im geringsten schmälern.
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