Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Antonio Lobo Antunes

Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen

Roman

Cover: Gestern in Babylon hab ich dich nicht gesehen

Luchterhand Literaturverlag, München 2008
ISBN-10 3630872174
ISBN-13 9783630872179
Gebunden, 541 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer Minnemann. Der neue Roman des weltberühmten Schriftstellers beschwört eine Nacht herauf, in der niemand schläft eine Nacht, in der alles möglich ist, eine Nacht voller Stimmen und voller Einsamkeit.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2009

Uwe Stolzmann erkennt in Antonio Lobo Antunes' neuem Roman sowohl thematisch als auch formal die Eigenschaften, die ihn den portugiesischen Autor so hoch schätzen lassen. Der "Meister", wie der Rezensent ehrfurchtsvoll schreibt, lässt darin ungefähr acht Menschen eine Nacht hindurch ihren Erinnerungen nachgehen. Da ist vor allem ein namenloser früherer Polizist und Geheimdienstler der Salazar-Diktatur, der sich an seine sadistischen Folterungen, aber auch an das frühe Trauma vom Tod der Mutter erinnert. Genauso aber kommen Opfer des Regimes zu Wort, so Stolzmann, der dringend empfiehlt, das Buch zweimal zu lesen, damit sich die ganze Komplexität und die "Schönheit" der Komposition erschließt. Und schließlich verrät der tief beeindruckte Rezensent auch, was ihm erst spät bei der Lektüre klar geworden ist: dass der "Meister" hier Tote sprechen lässt, die nachts einem Mann namens Antonio Lobo Antunes ihre schrecklichen Geschichten anvertrauen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren