Peter Opitz gibt auf knappem Raum eine allgemein verständliche Einführung in Leben und Werk Johannes Calvins. Die grundlegenden Lebensstationen, ebenso wie die zentralen Arbeitsfelder und Konflikte des Genfer Reformators finden Erwähnung, und die wichtigsten seiner Schriften werden diesen zugeordnet. Calvins Bildungsweg und Wirken, aber auch zentrale Elemente seines theologischen Denkens sucht Opitz in ihren jeweiligen Kontexten biographischer, geographischer und kirchlich-politischer Art auf: in der Schule Roms; im Milieu des französischen Humanismus; im Kräftefeld der Schweizer Reformation; im Kreis der Straßburger Reformatoren, im Dienst der Genfer Kirche.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.06.2009
Gleich vier Bücher über Johannes Calvin, die jetzt zu dessen 500. Geburtstag erschienen sind, hat sich Caroline Schnyder vorgenommen. Sowohl in Christoph Strohms als auch in Peter Opitz' gleichermaßen durch "zurückhaltendes Wohlwollen" geprägte Biografie erkennt sie vor allem ein Interesse an den theologischen Hintergründen. Während Strohm jedoch Calvin als "französischen Reformator schlechthin" charakterisiert, der in Frankreich auf breite Resonanz stieß, wird er bei Opitz "fast schon zum Schweizer", der als Genfer Reformator als Hauptgegner der Lutheraner gesehen wurde, erklärt Schnyder. Insbesondere diese Biografie lobt sie für ihre fundierten Kenntnisse und die klare Sprache.
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