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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Norbert Rehrmann

Simon Bolivar

Die Lebensgeschichte des Mannes, der Lateinamerika befreite

Cover: Simon Bolivar

Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2009
ISBN-10 380313630X
ISBN-13 9783803136305
Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Außer Che Guevara ist kein anderer lateinamerikanischer Freiheitskämpfer so oft abgebildet, verklärt und umgedeutet worden wie Simon Bolivar - höchste Zeit also, Herkunft und Wirkung dieser politischen Ikone zu untersuchen. Norbert Rehrmann unterzieht die ideologischen Grundlagen Bolivars einer kritischen Würdigung, legt dar, wie Bolivar zum Präsidenten von vier Staaten werden konnte, und untersucht die Bolivar-Darstellungen in der lateinamerikanischen Kunst und Literatur.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2009

Angetan zeigt sich Rezensent Kersten Knipp von dieser Biografie Simon Bolivars, die Norbert Rehrmann vorgelegt hat. Das Buch bietet in seinen Augen eine lebendige Nahaufnahme von "El Libertador", der in Südamerika bis heute als Ikone des lateinamerikanischen Befreiungskampfes gegen das spanische Mutterland verehrt wird. Knipp lobt die nüchterne, anschauliche, gut zu lesende und differenzierte Darstellung des Autors. Überzeugend verdeutlicht Rehrmann für ihn das große taktische und strategische Talent Bolivars, ohne je einer hagiografischen Tendenz nachzugeben. Dabei attestiert er Rehrmann auch einen klaren Blick für die Widersprüche, in die Bolivar sich verstrickt hatte.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.06.2009

In Lateinamerika als multinationaler Held gefeiert, der bis heute gern von politischen Strömungen jeglicher Couleur vereinnahmt wird, sind kritische Biografien von Siman Bolivar, der zwischen 1810 und 1824 die Spanier vertrieb, rar, weiß Sebastian Schoepp. Deshalb begrüßt er erfreut diese Lebensbeschreibung des Dresdner Kulturwissenschaftlers Norbert Rehrmann. Er hat nun eine quellengesättigte, flüssig geschriebene Biografie Bolivars vorgelegt, die sich wohltuend von den hagiografischen Huldigungen des Generals abhebt, wie der Rezensent lobt. Rehrmann verschleiere nicht die Schwächen und Versäumnisse Bolivars und stellt seine herablassende Haltung gegenüber der dunkelhäutigen Bevölkerung Lateinamerikas und seine "terroristische" Kriegsführung so plastisch heraus, dass man ihm das im heutigen Venezuela wohl übel nehmen wird, wie Schoepp vermutet. Weniger angenehm ist ihm das "männerbündlerische Augenzwinkern", das der Autor an den Tag legt, wenn es um die Beschreibung Bolivars als Frauenheld geht und auch die "Vermutungsvokabeln" bei der Beschreibung von dessen Innenleben findet der Rezensent eher überflüssig. Insgesamt aber hat ihn das Buch als Biografie eines Mannes, der viel erreicht hat, seine Erfolge aber nicht langfristig zu befestigen wusste, überzeugt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren