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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bernd Hüppauf (Hrsg.), Peter Weingart (Hrsg.)

Frosch und Frankenstein

Bilder als Medium der Popularisierung von Wissenschaft

Cover: Frosch und Frankenstein

Transcript Verlag, Bielefeld 2009
ISBN-10 3899428927
ISBN-13 9783899428926
Broschiert, 459 Seiten, 32,80 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Populäre Bilder von Wissenschaft werden von Druck- und elektronischen Medien verbreitet. Sie gehören zum Alltagswissen. Wo kommen sie her und wie werden sie gemacht? Gibt es Beziehungen zwischen den Bildern, die in den Wissenschaften produziert werden, und dem Bild, das sich die Öffentlichkeit von Wissenschaft macht? Wenn ja, wie lassen sich diese Beziehungen beschreiben? Der Band untersucht den Zusammenhang zwischen Bildern in der Wissenschaft und von der Wissenschaft vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Bilder vom Frosch im Laborexperiment bis zu den Phantasiewelten der Nanotechnologie, denen im Spielfilm und anderen populären Medien die Bilder des mad scientist wie Frankenstein und Dr. Caligari, aber auch des Fortschritts im Hochtechnologielabor gegenüberstehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2009

Manuela Lenzen folgt den Autoren dieses interdisziplinären Sammelbandes zur Geschichte und Wirkung der Wissenschaftsbilder mit Interesse. In den Beiträgen erfährt sie über den "pictural turn", erst zur Illustration, dann zur Fotografie, die einst als Inbegriff der Objektivität galt, wie ihr Bernd Hüppauf am Beispiel des vivisektierten Frosches erklärt. Welche Blüten das treiben konnte, liest Lenzen in einem Beitrag über den "Vivisekteur" Jack the Ripper, gegen den sich die Ärztezunft damals regelrecht abgrenzen musste. Aber auch weniger aufreibende Funktionen erfüllten die Bilder der Wissenschaft, teilt Lenzen uns mit, und erkennt das imagekreierende Potential etwa der Helden-Bilder von Polarexpeditionen oder eher schrulliger Wissenschaftler in Comics. Dass die Beiträger bei solcher Vielfalt keinen Patentzugang zum Phänomen Wissenschaftsbild finden, wundert Lenzen nicht. Und auch nicht das pessimistische Fazit der Herausgeber, die dem Bild in Zeiten seiner digitalen Manipulierbarkeit eine den Objektivitätsanspruch der Wissenschaft eher sabotierende Energie unterstellen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2009

Manuela Lenzen folgt den Autoren dieses interdisziplinären Sammelbandes zur Geschichte und Wirkung der Wissenschaftsbilder mit Interesse. In den Beiträgen erfährt sie über den "pictural turn", erst zur Illustration, dann zur Fotografie, die einst als Inbegriff der Objektivität galt, wie ihr Bernd Hüppauf am Beispiel des vivisektierten Frosches erklärt. Welche Blüten das treiben konnte, liest Lenzen in einem Beitrag über den "Vivisekteur" Jack the Ripper, gegen den sich die Ärztezunft damals regelrecht abgrenzen musste. Aber auch weniger aufreibende Funktionen erfüllten die Bilder der Wissenschaft, teilt Lenzen uns mit, und erkennt das imagekreierende Potential etwa der Helden-Bilder von Polarexpeditionen oder eher schrulliger Wissenschaftler in Comics. Dass die Beiträger bei solcher Vielfalt keinen Patentzugang zum Phänomen Wissenschaftsbild finden, wundert Lenzen nicht. Und auch nicht das pessimistische Fazit der Herausgeber, die dem Bild in Zeiten seiner digitalen Manipulierbarkeit eine den Objektivitätsanspruch der Wissenschaft eher sabotierende Energie unterstellen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren