Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Walter Moßmann

realistisch sein: das unmögliche verlangen

Wahrheitsgetreu gefälschte Erinnerungen

Cover: realistisch sein: das unmögliche verlangen

Edition Freitag, Berlin 2009
ISBN-10 3936252114
ISBN-13 9783936252118
Gebunden, 250 Seiten, 19,80 EUR

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Klappentext

"realistisch sein das unmögliche verlangen" versammelt autobiografische Skizzen Walter Mossmanns aus den sechziger und siebziger Jahren. Der Titel erinnert an Graffiti aus dem Pariser Mai, dennoch hält Mossmann Abstand zur Achtundsechziger-Memorial-Industrie und beschreibt aus einer radikal subjektiven Sicht seine historischen Momente zwischen 1961 und 1979. Für ihn ist das wichtigste Datum nicht 1968, sondern 1973, als sein Denken und Handeln sich in eine neue Richtung quer zu allen Parteien entwickelt und er sich in Bürgerinitiativen und der Anti-Atomkraft-Bewegung engagiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 23.04.2009

Hans-Klaus Jungheinrich hat die autobiografischen Aufzeichnungen des Liedermachers Walter Moßmann sehr positiv aufgenommen. Vor allem die Nüchternheit, ja "wohltuende Sprödigkeit", mit der der Autor über 1968, die Zeit davor und danach schreibt, hat ihm gefallen. Er schätzt Moßmanns Verzicht auf Befindlichkeitskitsch und psychologisierende Introspektion. Angenehm findet er zudem, dass sich der Autor weder der Selbstanklage hingibt noch mit anderen abrechnet. Lobend äußert er sich außerdem über die "raffinierten Verschränkungen" von Lebensgeschichte und Liedertexten. Sein Fazit: "Die Nachgeborenen lernen einen Achtundsechziger-Akteur kennen, der sich nicht als den Nabel der Welt betrachtet."

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren