Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Daniel Cohn-Bendit (Hrsg.), Rüdiger Dammann (Hrsg.)

1968

Die Revolte

Cover: 1968

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3100102304
ISBN-13 9783100102300
Taschenbuch, 258 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Mit zahlreichen meist zweifarbigen Abbildungen. Flower Power, freie Liebe, die Befreiung aus dem Muff von tausend Jahren war es für die einen, der Beginn von bleierner Zeit, Terror und Chaos für die anderen: 1968 ist mehr als nur ein bestimmtes Jahr. Die von den 68ern in Gang gesetzten Ereignisse markieren eine tiefe Zäsur in der Geschichte unseres Landes. Ihre Folgen sind bis heute spürbar: Ob Erziehung, Bildung und Sexualität, das Verhältnis der Bürger zum Staat, politische Beteiligung oder das spannungsreiche Verhältnis zwischen Sicherheit und Freiheit all dies wurde durch die Debatten und Aktivitäten der 68er neu definiert.
Die Autoren dieses Bandes waren zum Teil maßgeblich an den Ereignissen beteiligt und bestimmten sie mit. Farbig und aus eigener Anschauung berichten sie, wie sie 1968 und die Folgejahre erlebten und wie sie auf das, was sie damals wollten, von heute aus zurückblicken.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.01.2008

Mit diesem von Daniel Cohn-Bendit und Rüdiger Dammann herausgegebenen Sammelband zu 1968 kann Rezensenten Gottfried Oy wenig anfangen. Ihm erscheint hier die Revolte viel zu sehr mit Stimmungen und Gefühlen erklärt und viel zu wenig mit dem repressiven Charakter der damaligen Bundesrepublik. Auch dass die Herausgeber nicht nur auf das deutsche '68 blicken, sondern auch auf das tschechische, findet nicht unbedingt sein Wohlwollen. Ein solches allgemeines "Aufbegehren" der Jugend gegen Kapitalismus und Kommunismus scheint ihm ohne Richtung. Schließlich moniert er etliche Redundanzen ("Immer wieder der Schah-Besuch, die Kommune I und der Vietnamkongress").

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.12.2007

Die Herausgeber Daniel Cohn-Bendit und Rüdiger Damman sieht Rezensent Christoph Albrecht-Heider auf einer "neuen Welle der Erinnerungskultur" reiten. Den "positiven Grundton" der Beiträge lässt er sich gefallen, kritisiert aber, dass sich die geweckten Erwartungen eines sich auch der pop- und kunstkulturellen Seite von '68 widmenden Bandes nicht erfüllen. Stattdessen lernt der Rezensent einiges über die hedonistischen Züge der Studentenbewegung und ihre Wirkung auf das Verhältnis von Mann und Frau "in den Betten". Richtig stark findet er die Beiträge, die "ohne idelogische Scheu" nach den der Revolte zugrundeliegenden Motiven fahnden. Überflüssig dagegen erscheint ihm die Einlassung zweier Texte mit der "Terrorszene". Die nämlich hält Albrecht-Heider für "nur eine Abstammungslinie von 68".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren