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Klappentext
Amateure leben das Leben so, als ob es nur die Probe wäre. Sie machen Fehler, sie sind einfach nicht gut genug. In der Liebe scheitern sie schon, bevor sie überhaupt angefangen haben. Aber muss man wirklich ein Held sein, um dieses Leben zu bestehen? Angelika Klüssendorf schreibt vom Abenteuer, ein eigenes Leben zu wagen, vom Versuch, auch im Unglück noch das Glück zu finden.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.06.2009
Deklariert ist dieses Buch als Band von Erzählungen. Diese hängen jedoch, erklärt die Rezensentin Meike Fessmann, über wiederholt auftretende bzw. miteinander verwandte Figuren zusammen. Dass daraus dennoch kein Roman wird, hat dann, so Fessmann, einerseits damit zu tun, dass die Autorin keine Anstrengungen zu narrativer Verknüpfung unternimmt. Andererseits aber auch damit, dass zwischen den Figuren dieser Erzählungen ohnehin keine engen Verbindungen bestehen. Zwar treten sie stets paarweise auf, als Partner, als Eltern und Kind, als Freunde - heraus komme aber stets "Patchwork". Der Ton, auf den dieser "Reigen" gestimmt ist, sei durch und durch der einer existenziellen "Verlorenheit". Die Rezensentin zeigt sich deutlich beeindruckt vom Können Angelika Klüssendorfs. Was ihr hier gelinge, sei nicht weniger, als der "Essenz der amerikanischen Shortstory" eine überzeugende deutsche Fassung zu geben.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.05.2009
Nicht besonders viel hält Rezensentin Gabrielle Killert von Angelika Klüssendorfs neuen Erzählungen. Zwar haben, sie oberflächlich betrachtet, aus ihrer Sicht einiges gemein mit Judith Hermanns jüngstem Erzählband "Alice", die ebenfalls "weibliche Ohnmacht und Orientierungslosigkeit" ins Zentrum ihrer Arbeit stelle. Und doch liegen für die Rezensentin Welten zwischen den beiden Autorinnen. Denn Klüssendorfs Erzählungen lassen die Rezensentin eigenem Bekunden zufolge völlig unberührt zurück, weil die Beziehungslosigkeit der Figuren inszeniert und ideologisch auf sie wirkt. Scheitern werde stets nur behauptet, aber man dringe nie zum existenziellen Kern dieses Scheiterns vor, erlebe lediglich das Scheitern von Sätzen, eine Klischeesprache und "hohl tönende" Sentenzen, die Gefühlsohnmacht durch Beschreibungsohnmacht simulieren würden, was Killert letztlich schlicht öde findet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.03.2009
Die Beziehungen misslingen, das Erzählen darüber glückt - auf dieses Fazit lässt sich Jürgen Verdofskys Rezension von Angelika Klüssendorfs "Amateure" bringen. Dabei gerät dem Rezensenten die Handlungswiedergabe von Klüssendorfs elf Erzählungen so tieftrübe, dass er mitunter nur noch depressiv zu raunen vermag ("Der Grundsatz der Leere ist leidend."). Da lässt man sich dann mit einiger Erleichterung versichern, dass Angelika Klüssendorf durchaus auch die komischen Seiten des Scheiterns ihrer Figuren darzustellen wisse. Und zwar, wie der Rezensent lobt, mittels der "hohen Kunst", das schiefgehende Leben in knappster Form auf den Punkt zu bringen. Die Autorin kommt bei ihrer Schilderung der auf Grund laufenden Lieben und ausnüchternden Leidenschaften zur Zufriedenheit des Rezensenten "ohne Melodramatik" aus. An deren Stelle setze sie Lebensklugheit. Dass das Ganze ohne Effekthascherei geschieht und die Autorin die Gelegenheit zu Pointen gelassen vorüberziehen lässt, rechnet Verdofsky ihr hoch an. Denn die würden "das Unertägliche von Paarbeziehungen" ja auch nur "mildern", bemerkt der Rezensent illusionslos.
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