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Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher
Briefwechsel 1804-1806
Kritische Gesamtausgabe, Abteilung V: Briefwechsel und biografische Dokumente, Band 8
Klappentext
Herausgegeben von Hermann Fischer, Ulrich Barth, Konrad Cramer, Günter Meckenstock, Kurt-Victor Selge, Andreas Arndt und Simon Gerber. Der Band enthält den Briefwechsel Schleiermachers von seinem Amtsantritt als außerordentlicher Professor der Theologie und Philosophie an der Hallenser Universität im Oktober 1804 bis zum Ende des Wintersemesters 1805/06. In seinen Vorlesungen legte Schleiermacher in dieser Zeit den Grund seines theologischen Systems und seiner philosophischen Ethik. Die Entwicklung seiner wissenschaftlichen Auffassungen spiegelt sich in den Briefen des vorliegenden Bandes. Daneben sind die Briefwechsel mit den Altphilologen Heindorf und Spalding in Berlin zur Platon-Übersetzung und mit dem Verleger Georg Andreas Reimer von besonderem wissenschaftlichen Interesse. Weitere Themen sind die immer wieder verschobene Einrichtung des Universitätsgottesdienstes und ein Ruf an Schleiermacher, Prediger an der Kirche Unserer lieben Frauen in Bremen zu werden, den Schleiermacher nutzte, um als Ordinarius Mitglied der Hallenser Fakultät zu werden. Im privaten Briefwechsel ist das Verhältnis zu Eleonore Grunow ein beherrschendes Thema; die Briefe dokumentieren Schleiermachers Hoffnungen und das endgültige Scheitern dieser Beziehung. Einen breiten Raum nimmt die Korrespondenz mit den Freunden in Schwedisch-Vorpommern (Stralsund und Rügen) ein. Von den insgesamt 342 Briefen werden 109 hier in der Erstedition vorgelegt, 37 Briefe werden erstmalig vollständig veröffentlicht.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2009
Überaus aufschlussreich findet Rezensent Eberhard Jüngel diesen von Andreas Arndt und Simon Gerber herausgegebenen Band mit Friedrich Schleiermachers Briefwechsel der Jahre 1804 bis 1806, der im Rahmen der großen "Kritischen Gesamtausgabe" der Texte des Theologen und Philosophen erschienen ist. Die 343 versammelten Briefe - 183 an Schleiermacher, 160 von ihm geschriebene - dokumentieren für ihn dessen erste Jahre in Halle: Schleiermachers theologische Lehrtätigkeit, Pläne für sein Kolleg, die Entstehung wichtiger Schriften, seine Arbeit an der Übersetzung Platons, sein gesellschaftliches Leben, die erste Begegnung mit Goethe. Jüngel schätzt diese Ausgabe der Korrespondenz beim de Gruyter Verlag, bietet sie neben dem editorischen Bericht doch eine historische Einführung samt Überblick über Leben und Werk Schleiermachers von Oktober 1804 bis März 1806 sowie eine Charakterisierung der Briefpartner.
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