Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Was geschah im 18. Jahrhundert mit Kindern, wenn sie erkrankten, verunglückten oder an einer Behinderung litten? Der Topos des ungeliebten, vernachlässigten Kindes verstellte lange Zeit den Blick auf die vormoderne Kindheit. Dabei belegen Krankenjournale, elterliche Bittschriften zur Spitalaufnahme ihrer Kinder, Gerichtsakten von Heilerprozessen oder Protokolle frühneuzeitlicher Ärztegremien, dass die Wahrnehmung behinderter und kranker Kinder mehrheitlich von einer starken emotionalen Zuwendung geprägt war. Ausnahmen bildeten Kinder ohne familiäre Anbindung, wie eine Analyse der Kinderversorgung in Waisenhäusern ergab. Im Normalfall jedoch genossen die Mädchen und Jungen eine aufwändige Pflege und Behandlung, sogar wenn die Familie mit ihren Einkünften kaum das eigene Überleben sichern konnte. Entsprechend attraktiv war es für Heilkundige, eine breite Palette verschiedener kindermedizinischer Therapien anzubieten.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2009
In ihrem Buch "Sorgenkinder", räumt Iris Ritzmann mit der hartnäckigen Vorstellung auf, Kinder, insbesondere kranke und behinderte Kinder, seien in früheren Zeiten wesentlich schlechter behandelt worden als heute, stellt Martina Lenzen-Schulte zufrieden fest. Die Medizinhistorikerin hat für ihre Untersuchung des Umgangs mit kranken oder behinderten Kindern des 18. Jahrhunderts viele medizinische und amtliche Quellen sowie Bittschriften von Eltern für die finanzielle Unterstützung der Behandlung und Waisenhausakten ausgewertet, informiert die Rezensentin. Die Autorin kommt dabei zu dem Schluss, dass die Kinder überwiegend mit "inniger Zuwendung" und umfassender Versorgung rechnen konnten, auch wenn Ritzmann nicht müde wird, in "wissenschaftlicher Strenge" auf die Begrenzung der historischen Quellen hinzuweisen. Damit verhindere sie, dass die Schwarz-Weiß-Malerei in der Beurteilung der frühen Kinderbetreuung einfach nur in ihr "rosarotes Gegenteil" verkehrt wird, lobt Lenzen-Schulte sehr angetan.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








