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- Der 11.September: Eine Presseschau
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Klaus Pfeifer
Medizin der Goethezeit
Christoph Wilhelm Hufeland und die Heilkunde des 18. Jahrhunderts
Klappentext
Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) gehörte zu den wohl prominentesten und angesehensten Medizinern seiner Zeit. ALs praktischer Arzt in Weimar behandelte er Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Zugleich machte er sich als Professor in Jena und Berlin in der Wissenschaft einen Namen. Später wurde er Hofmedicus und Leibarzt in Weimar und am preußischen Königshof. Bis heute gilt Hufeland als Begründer der "Makrobiotik": der Kunst, menschliches Leben zu verlängern. Klaus Pfeifer schildert in seinem spannend und verständlich geschriebenen Buch die Karriere Hufelands als Beispiel für einen herausragenden Vertreter ärztlicher Heilkunst. Am roten Faden seiner Biografie führt er den Leser durch die Geschichte der Medizin des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Es eröffnen sich faszinierende Einblicke in den ärztlichen Alltag und die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Aderlass, Badekuren und Homöopathie kommen dabei ebenso zur Sprache wie der Kampf gegen Ruhr, Pocken oder Tuberkulose und die zeitgenössische Technik des Kaiserschnitts.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2000
Man muss es leider sagen: Robert Jütte stampft diesen Band in Grund und Boden, und leider Gottes klingen seine Darlegungen recht glaubhaft. Dabei findet er die Ausgangsidee des Buchs, das anhand des Goethe-Freunds Hufeland eine Geschichte der Medizin jener Zeit erzählen will, durchaus einleuchtend - denn nach Jütte war Hufeland ein äußerst pragmatischer und toleranter Mediziner, der sich von allen aktuellen Strömungen und Lehren der Heilkunst anregen ließ. Dummerweise aber legt Pfeifer hier ein Werk vor, das Jütte in der Beschreibung Hufelands "hagiografisch" erscheint und das in der Darstellung der Medizin der Epoche mit "krassen Fehlurteilen" aufwarte. Hier rächt sich nach Jütte, dass Pfeifer weder medizinisch noch medizinhistorisch für sein Projekt ausreichend qualifiziert sei. Jütte empfiehlt statt dessen die Arbeiten des Medizinhistorikers Walter Artelt zur Lektüre.
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