Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Klaus Pfeifer

Medizin der Goethezeit

Christoph Wilhelm Hufeland und die Heilkunde des 18. Jahrhunderts

Cover: Medizin der Goethezeit

Böhlau Verlag, Köln 2000
ISBN-10 3412131997
ISBN-13 9783412131999
Gebunden, 293 Seiten, 29,65 EUR

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Klappentext

Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) gehörte zu den wohl prominentesten und angesehensten Medizinern seiner Zeit. ALs praktischer Arzt in Weimar behandelte er Wieland, Herder, Goethe und Schiller. Zugleich machte er sich als Professor in Jena und Berlin in der Wissenschaft einen Namen. Später wurde er Hofmedicus und Leibarzt in Weimar und am preußischen Königshof. Bis heute gilt Hufeland als Begründer der "Makrobiotik": der Kunst, menschliches Leben zu verlängern. Klaus Pfeifer schildert in seinem spannend und verständlich geschriebenen Buch die Karriere Hufelands als Beispiel für einen herausragenden Vertreter ärztlicher Heilkunst. Am roten Faden seiner Biografie führt er den Leser durch die Geschichte der Medizin des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Es eröffnen sich faszinierende Einblicke in den ärztlichen Alltag und die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Aderlass, Badekuren und Homöopathie kommen dabei ebenso zur Sprache wie der Kampf gegen Ruhr, Pocken oder Tuberkulose und die zeitgenössische Technik des Kaiserschnitts.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2000

Man muss es leider sagen: Robert Jütte stampft diesen Band in Grund und Boden, und leider Gottes klingen seine Darlegungen recht glaubhaft. Dabei findet er die Ausgangsidee des Buchs, das anhand des Goethe-Freunds Hufeland eine Geschichte der Medizin jener Zeit erzählen will, durchaus einleuchtend - denn nach Jütte war Hufeland ein äußerst pragmatischer und toleranter Mediziner, der sich von allen aktuellen Strömungen und Lehren der Heilkunst anregen ließ. Dummerweise aber legt Pfeifer hier ein Werk vor, das Jütte in der Beschreibung Hufelands "hagiografisch" erscheint und das in der Darstellung der Medizin der Epoche mit "krassen Fehlurteilen" aufwarte. Hier rächt sich nach Jütte, dass Pfeifer weder medizinisch noch medizinhistorisch für sein Projekt ausreichend qualifiziert sei. Jütte empfiehlt statt dessen die Arbeiten des Medizinhistorikers Walter Artelt zur Lektüre.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren