Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Sansibar. Schon der Name evoziert eine Vielzahl von Bildern, Gerüchen und Traumwelten - kein Wunder, dass Hans Christoph Buch sich ans Werk machte, die Verknüpfungen der geheimnisvollen, ja mythischen Insel im Indischen Ozean mit deutscher Geschichte zu entdecken. Und es trat dank seiner originellen und heiteren Beschwörung eine phantastische, ins Surreale wuchernde Realität ins halbe Licht, bevölkert von Gestalten wie dem berüchtigten Sklavenhändler Tippu Tipp, der Stanley und Livingstone durchs dunkle Afrika führte und später dem deutschen Konsul Dr. Brode seine Lebensgeschichte erzählte, bis zur Tochter des Sultans von Sansibar, Salme, deren Entführung aus dem Serail durch einen Hamburger Kaufmann eine politische Krise herauf beschwörte.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.04.2009
Martin Lüdke liest Hans Christoph Buchs Roman über Sansibar, jene Insel im indischen Ozean mit deutscher Kolonialgeschichte, als "Dokumentarfiktion". Wie er berichtet, greift der Autor sowohl auf eigene Anschauungen, die er bei Reisen durch Afrika gewonnen hat, als auch auf Berichte früher Afrikaforscher und deren einheimischer Führer zurück. In wechselnden Perspektiven lasse Buch erfundene und historische Gestalten wie den Sklavenhändler Tippo Tipp oder die Tochter des Sultans von Sansibar erzählen. Besonders die Figur des unerfahrenen DDR-Diplomaten Hans Dampf, der Sansibar völlig unvorbereitet besucht, scheint Lüdke "gut erfunden". Viele der geschilderten Ereignisse haben sich Lüdke zufolge dagegen wirklich ereignet, auch wenn sie "kurios" und bisweilen fast "surreal" anmuten.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.01.2009
Merten Worthmann kann sich mit Hans Christoph Buchs jüngstem Roman über drei historisch verbürgte Persönlichkeiten auf Sansibar beim besten Willen nicht anfreunden. Der Autor lässt darin den 1964 als Diplomat nach Sansibar ziehenden "Hans Dampf", die 1866 mit einem Hamburger Kaufmann durchbrennende Prinzessin von Sansibar und Oman, Sayyida Salme, und schließlich den Elfenbein- und Sklavenhändler Tippu Tip wechselweise selbst erzählen. Dazu kämen "mutwillig delirierende" Passagen des reisenden Autors, spottet der Rezensent, zusätzliche historische Details der Kolonialgeschichte und schließlich eine Schlussbemerkung, die das vorliegende "Kuddelmuddel" aus Fiktion und Fakten als Roman begründen sollen, wie der Rezensent seufzend feststellt. Für ihn fügt sich der Text bedauerlicherweise nicht zu einem runden Ganzen, zumal er findet, dass Buch, wenn er besonders ambitioniert die "dichterische Synthese" seines an sich ja durchaus interessanten Stoffes betreibt, nicht wirklich viel erreicht. So bleibt in den Augen Worthmanns dieser Versuch eines schillernden "Kaleidoskops" leider doch nur ein "Scherbenhaufen".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








