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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
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Robert Walser
Geschwister Tanner - Kritische Edition des Erstdrucks
Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA), Abteilung I, Band 2
Klappentext
Herausgegeben von Wolfram Groddeck(Leitung), Barbara von Reibnitz und Matthias Sprünglin. Die Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA) dokumentiert mit den beiden ersten Bänden, dem kritisch edierten und philologisch kommentierten Erstdruck und der Faksimile-Edition des bisher unpublizierten Manuskripts von "Geschwister Tanner" Robert Walsers Debüt als Romanschriftsteller. KWA IV/1 bringt die faksimilierte Handschrift mit diplomatischer Umschrift. Die Handschrift ist die früheste erhaltene Druckvorlage in Walsers Nachlass. Allem Anschein nach stellt das Manuskript, niedergeschrieben im Januar 1906 in Berlin, zugleich auch die erste Niederschrift des Romans dar. Christian Morgenstern, damals Lektor beim Verlag Bruno Cassirer, berichtet dem Verleger am 8. April 1906 von der Lektüre des Manuskripts: "Bis zur Mitte der 'Geschwister Tanner' sagte ich mir: du hast selten etwas in seiner Art so Schönes gelesen. Im Verlauf des 2. Teils wurde ich manchmal von einer leisen Ungeduld ergriffen, obwohl auch er herrliche Stellen enthält." Das Manuskript zu "Geschwister Tanner", das ein ungewöhnlich hohes Maß an Bearbeitungsspuren aufweist, gibt einen neuen und differenzierten Einblick in die Anfänge von Walsers schriftstellerischer Entwicklung und dokumentiert indirekt auch die Auswirkungen des Lektorats von Bruno Cassirer und Christian Morgenstern. Ein vollständiges Variantenverzeichnis teilt die Textveränderungen mit, die der Wortlaut des Manuskripts auf dem Weg zum Erstdruck erfahren hat. Die Edition des Erstdrucks (KWA I/2) enthält in zahlreichen philologischen Annotationen Hinweise zur Textdifferenz des Erstdrucks gegenüber der Handschrift und gibt im Nachwort einen Abriss der frühen Rezeption des Romans. Auf der beigelegten CD-ROM befindet sich die elektronische Version der "Geschwister Tanner" -Edition, mit Dokumenten und den farbigen Handschriftenfaksimiles. Außerdem enthält die CD-ROM die erste Version des "Findbuchs", mit dem sämtliche Texte Robert Walsers nach den Archivstandorten, Erstdruckorten und den Abdrucken in den wichtigsten späteren Textausgaben identifiziert werden können. Bei Subskription der Gesamtausgabe wird ein Rabatt von mindestens 15 Prozent auf den regulären Ladenpreis gewährt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.07.2009
In die Tasche stecken, wie die Bände der Sämtlichen Werke Robert Walsers, lassen sich die vorliegenden ersten beiden Bände der von Wolfram Groddeck und Barbara von Reibnitz herausgegebenen Kritischen Werkausgabe leider nicht, teilt uns Hans-Herbert Räkel mit. Weil das zugunsten einer "vorzüglichen" Lesbarkeit und eines erschöpfenden editorischen Apparats geschieht, ist das für Räkel natürlich kein Makel. Im Gegenteil. Walsers "Geschwister Tanner" im Erstdruck beziehungsweise als Faksimile gingen ihm runter wie Öl. Die Wiedergabe der Handschrift erscheint ihm ausgezeichnet. Für den Fall, dass die Entzifferung Probleme macht (und zum Stellenvergleich), greift er zur elektronischen Ausgabe auf CD und kann den entsprechenden Passus beliebig vergrößern. Für Räkel vor allem für die noch folgenden Bände (etwa mit Walsers Mikrogrammen) ein echtes Highlight, das die gestellte Aufgabe, "die skripturalen Sprachkunstwerke über ihre Entzifferung hinaus lesbar" zu machen, laut Rezensent perfekt zu erfüllen hilft.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.01.2009
Nicht leugnen will der Rezensent Roman Bucheli die ungeheure Arbeit, die in die Kritische Ausgabe der Werker Robert Walsers fließen soll, deren erste von geplanten 48 (!) Bänden mit den beiden Ausgaben des Erstlings "Geschwister Tanner" (als Faksimile des Manuskripts und als Wiedergabe des Erstdrucks) vorliegen. Durchaus beflissen erläutert Bucheli auch die Textgestalt des Faksimile und die Einsichten, die man aus ihm ziehen kann. Er muss aber sagen: So viele Erkenntnisse sind das bei einem ganz offenkundig nur wenig revidierenden und umschreibenden Autor wie Robert Walser womöglich nicht. So bleibt also bei aller Anerkennung für diese Unternehmung - die auch noch parallel zu einer von ihr ganz unabhängigen Leseausgabe bis 2022 ihrer Vollendung entgegenwachsen wird - doch die Skepsis nicht zu überhören, ob hier nicht vielleicht etwas viel Forscherfleiß und Philologenschweiß in ein Vorhaben gesteckt wird, das die Mühe am Ende nur bedingt lohnt.
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Uangenehm plausibel
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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