Aus dem Italienischen von Moshe Kahn. Wer war Angelo Pardo? Ein harmloser Angestellter? Ein fürsorglicher Bruder? Ein leidenschaftlicher Liebhaber? Commissario Montalbano sieht sich mit einem rätselhaften Mordfall konfrontiert: Man hatte Pardo, von einem Stirnschuss getötet, in obszöner Position in seiner Wohnung aufgefunden. Alles deutet auf ein Verbrechen aus Leidenschaft hin, denn Frauen, das wird Montalbano schnell klar, gab es genügend in Pardos Leben. Seine Schwester zum Beispiel, die ätherische Michela, mit der ihn offensichtlich ein inniges Verhältnis verband, oder die schöne Elena, eine der letzten Geliebten Pardos. Doch auch wenn die beiden Frauen alles daran setzen, Montalbano die Sinne zu verwirren, verliert Montalbano nie den Blick für all jene unscheinbar wirkenden Details, die ihn schließlich einer folgenreichen Tragödie auf die Spur kommen lassen ...
In diesem neunten Montalbano-Roman ist zur Erleichterung von Rezensentin Katharina Granzin alles wie immer. Besonders der Tod taucht hier selbst in seinen erschreckendsten Varianten immer noch mit tragikomischer Beiläufigkeit auf, was ihn für sie zum Sinnbild der Vergeblichkeit allen Strebens macht. Allerdings gibt es für die Rezensentin Zeichen, dass es bald ein Ende haben könnte mit Andrea Camilleris Erfolgskrimis. Trotzdem ist das Buch, wie sie glaubhaft versichern kann, mitnichten langweilig. Im Gegenteil. Mit Hochgenuss folgt die Rezensentin der Handlung, gerade weil deren Details augenscheinlich kaum eine Rolle spielen und durch sie hindurch die abgrundtiefe Sinnlosigkeit des Lebens kenntlich wird - und das mit viel Sinn für Humor.
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