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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Margaret Atwood

Payback

Schulden und die Schattenseiten des Wohlstands

Cover: Payback

Berlin Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3827008573
ISBN-13 9783827008572
Gebunden, 250 Seiten, 18,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell, Grete Osterwald, Sigrid Ruschmeier, Gesine Strempel und Brigitte Walitzek. Als "stille Matahari" hat Michael Ondaatje die große Margaret Atwood einmal bezeichnet. Ist sie eher eine Kassandra? Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie punktgenau zum weltweiten Platzen der Finanzblase ein Buch vorlegt, das sich mit der Voraussetzung dieser Krise auseinandersetzt: dem Prinzip von Schuld und Verschuldung, Ausgleich und Gerechtigkeit, auf dem unsere Gesellschaft gründet. Während wir in Panik ausbrechen, hektisch nach den Schuldigen für den Zusammenbruch dieses aus den Fugen geratenen Schuldensystems fahnden, erklärt uns Margaret Atwood mit faszinierender Klarheit, wie maßgeblich das Konzept der Schuld - im ökonomischen und im moralischen Sinn - unser Denken und Verhalten seit Anbeginn der menschlichen Kultur prägt und bestimmt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008

Das Buch passt ganz gut, findet Felicitas von Lovenberg. Wer in Zeiten, da alle übers Geld reden und keiner so recht einen Plan hat, Orientierung benötigt, dem empfiehlt sie Margaret Atwoods Versuch einer Auslotung "unseres metaphorischen Kontostands". Keine Frage, auch hier sehen wir rot. Denn, so begreift Lovenberg die Autorin, es ist Zahltag, payback time eben. Der Plauderton, mit dem Atwood die Ideengeschichte und die Literatur von der Antike bis heute nach Belegen durchforstet, dass es immer schon ums Geld gegangen ist, in Zolas "Germinal" wie in Dickens "A Christmas Carol", steht für Lovenberg zwar im Gegensatz zur existentiellen Thematik. Die von der Autorin hergestellten Bezüge aber findet die Rezensentin erhellend, gerade im Finsteren der tiefsten Krise.

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