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Klappentext
Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell, Grete Osterwald, Sigrid Ruschmeier, Gesine Strempel und Brigitte Walitzek. Als "stille Matahari" hat Michael Ondaatje die große Margaret Atwood einmal bezeichnet. Ist sie eher eine Kassandra? Wie sonst wäre es zu erklären, dass sie punktgenau zum weltweiten Platzen der Finanzblase ein Buch vorlegt, das sich mit der Voraussetzung dieser Krise auseinandersetzt: dem Prinzip von Schuld und Verschuldung, Ausgleich und Gerechtigkeit, auf dem unsere Gesellschaft gründet. Während wir in Panik ausbrechen, hektisch nach den Schuldigen für den Zusammenbruch dieses aus den Fugen geratenen Schuldensystems fahnden, erklärt uns Margaret Atwood mit faszinierender Klarheit, wie maßgeblich das Konzept der Schuld - im ökonomischen und im moralischen Sinn - unser Denken und Verhalten seit Anbeginn der menschlichen Kultur prägt und bestimmt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008
Das Buch passt ganz gut, findet Felicitas von Lovenberg. Wer in Zeiten, da alle übers Geld reden und keiner so recht einen Plan hat, Orientierung benötigt, dem empfiehlt sie Margaret Atwoods Versuch einer Auslotung "unseres metaphorischen Kontostands". Keine Frage, auch hier sehen wir rot. Denn, so begreift Lovenberg die Autorin, es ist Zahltag, payback time eben. Der Plauderton, mit dem Atwood die Ideengeschichte und die Literatur von der Antike bis heute nach Belegen durchforstet, dass es immer schon ums Geld gegangen ist, in Zolas "Germinal" wie in Dickens "A Christmas Carol", steht für Lovenberg zwar im Gegensatz zur existentiellen Thematik. Die von der Autorin hergestellten Bezüge aber findet die Rezensentin erhellend, gerade im Finsteren der tiefsten Krise.
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