Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kurban Said

Ali und Nino

Roman

Ullstein Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3898340171
ISBN-13 9783898340175
Gebunden, 272 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Eine literarische Wiederentdeckung aus dem Jahr 1937. Eine unmögliche Liebesgeschichte, die während der Russischen Revolution in Aserbaidschan, am östlichsten Rand Europas spielt. Ali, ein junger muslimischer Adliger, und Nino, die Tochter eines christlichen Kaufmanns, verlieben sich ineinander. Religion und Sitte sprechen gegen die Verbindung, doch mit Hilfe eines Vermittlers rückt die ersehnte Hochzeit in greifbare Nähe. Aber dann wird Nino entführt, und Ali muss nach islamischem Gesetz den Nebenbuhler und seine Braut töten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2000

Gefallen findet die Rezensentin Manuela Reichart an diesem 1937 erstmals erschienen und jetzt neu aufgelegten Roman. Sie bezeichnet die Neuauflage als "die Wiederentdeckung eines (?) multikulturellen Liebesromans". Es geht um die Liebesgeschichte zwischen dem Muslim Ali und der Christin Nino, die - obwohl sie religiöse und kulturelle Konventionen überwindet - am Lauf der "großen Geschichte", an den Auswirkungen der russischen Revolution scheitert. Schauplatz ist Baku im Kaukasus. An diesem Ort findet Reichart "keine guten Europäer und schlechten Orientalen", sondern verortet einen interkulturellen Ansatz: "Alles ist eine Frage des Standpunktes". Dieses transkulturelle Element findet seine Entsprechung in der nur teilweise geklärten Autorenschaft: Der Name Kurban Said ist ein Pseudonym, erklärt Reichart, dahinter verbirgt sich die vom Orient begeisterte Baronin von Ehrenfels, und ein zum Islam übergetretener Jude - Lev Nussimbaum - gilt als Mitverfasser.

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Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren