Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Kurban Said

Kurban Said, 1905 in Baku als Lev Abromovic Noussimbaum geboren, war ein Jude aus dem Kaukasus, der in Berlin zum Islam konvertierte und vor den Nazis 1938 in die Schweiz flüchtete. Zuerst nannte er sich Essad Bey, später Kurban Said, das "willige Opfer" (so der Wortsinn des Namens), das 1942 im italienischen Positano sein Leben lässt.

Bücher von Kurban Said

Said, Kurban: Ali und Nino. Roman

Ullstein Verlag, Berlin 2000, ISBN 3898340171, Gebunden, 272 Seiten, 18,41 EUR

Eine literarische Wiederentdeckung aus dem Jahr 1937. Eine unmögliche Liebesgeschichte, die während der Russischen Revolution in Aserbaidschan, am östlichsten Rand Europas spielt. Ali, ein junger muslimischer Adliger, und Nino, die Tochter eines christlichen Kaufmanns, verlieben sich ineinander. Religion und Sitte sprechen gegen die ... mehr lesen
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Said, Kurban: Das Mädchen vom Goldenen Horn. Roman

Cover: Das Mädchen vom Goldenen Horn

Matthes und Seitz, München 2002, ISBN 3882212896, Gebunden, 255 Seiten, 18,80 EUR

Mit einer biografischen Notiz des Autors und einem Nachwort von Radhia Shukrullah. Eine west-östliche Liebesgeschichte, angesiedelt in dem Viereck Istanbul, Berlin, Wien und New York, nebenbei ein unverzuckertes Bild des Berlins der 20er Jahre. Der Autor hat seine eigene Lebensproblematik in das Geschehen hineingeheimnist. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen