Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Ismael und seine Frau Otilia leben seit vier Jahrzehnten in dem kleinen Dorf San Jose. An den Nachmittagen beobachtet der emeritierte Professor heimlich die schöne Nachbarin, wenn sie sich im Garten in der Sonne räkelt. Diese Idylle wird eines Tages jäh gestört, als Ismael, von einem Spaziergang zurückgekehrt, erfährt, dass Soldaten den Nachbarn und andere Männer entführt haben. Otilia ist ins Dorf gegangen, um ihn zu warnen. Sofort macht Ismael sich auf die Suche, von Stunde zu Stunde ängstlicher, verzweifelter. Währenddessen wird San Jose von Angriffen der Guerilla und des Paramilitärs erschüttert, und als die Gewalt endgültig eskaliert, entschließen sich die meisten Bewohner zur Flucht. Nur Ismael bleibt im zerstörten Dorf zurück und wartet auf seine Frau.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Evelio Rosero - Zwischen den Fronten: Leseprobe beim Berlin Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2009
Noch ein Buch über die Gewalt in Kolumbien. Rezensent Walter Haubrich kennt den Überdruss angesichts dieses Dauerthemas der zeitgenössischen kolumbianischen Literatur. Den 2007 im Original erschienenen Roman des aus Bogota stammenden Evelio Rosero möchte er den Lesern dennoch ans Herz legen. Zwar beginnt der Text eher harmlos, um sich dann "zusehends brutaler" zu gestalten. Der unterkühlte, sachliche Ton, mit dem Rosero Entführungen, Morde und die willkürliche Gewalt der Miliz vorführt und somit zu Ereignissen des Alltags erklärt, scheint dem Rezensenten die Lektüre erst erträglich zu machen und ihn Roseros "zupackende, differenzierte" Sprache und deren gut lesbare Übertragung ins Deutsche erkennen zu lassen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.12.2008
Uneingeschränkt empfiehlt Rezensent Andreas Fanizadeh diesen Roman von Evelio Rosero, und er streicht beeindruckt heraus, dass dem kolumbianischen Autor eine erstaunlich kurzweilige und dennoch "vernünftige" Geschichte über die Schrecken des Bürgerkriegs geglückt ist. Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf, das zwischen die Fronten der Regierungsarmee, paramilitärischen Gruppen und Guerillakämpfern geraten ist, erklärt der Rezensent. Der pensionierte Lehrer Ismael ist der Ich-Erzähler dieser Geschichte, ein "Erotomane", der die gewaltsame Welt um sich herum durch den Schleier der "Altersdemenz" wahrnimmt, verrät Fanizadeh. In dieser Hauptfigur, durch deren Augen Rosero die Facetten der "menschlichen Persönlichkeit" eindrücklich schildert, sieht der begeisterte Rezensent denn auch die Stärke des Romans.
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