Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2012, 20.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Evelio Rosero

Zwischen den Fronten

Roman

Cover: Zwischen den Fronten

Berlin Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3827007658
ISBN-13 9783827007650
Gebunden, 176 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Ismael und seine Frau Otilia leben seit vier Jahrzehnten in dem kleinen Dorf San Jose. An den Nachmittagen beobachtet der emeritierte Professor heimlich die schöne Nachbarin, wenn sie sich im Garten in der Sonne räkelt. Diese Idylle wird eines Tages jäh gestört, als Ismael, von einem Spaziergang zurückgekehrt, erfährt, dass Soldaten den Nachbarn und andere Männer entführt haben. Otilia ist ins Dorf gegangen, um ihn zu warnen. Sofort macht Ismael sich auf die Suche, von Stunde zu Stunde ängstlicher, verzweifelter. Währenddessen wird San Jose von Angriffen der Guerilla und des Paramilitärs erschüttert, und als die Gewalt endgültig eskaliert, entschließen sich die meisten Bewohner zur Flucht. Nur Ismael bleibt im zerstörten Dorf zurück und wartet auf seine Frau.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Evelio Rosero - Zwischen den Fronten: Leseprobe beim Berlin Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2009

Noch ein Buch über die Gewalt in Kolumbien. Rezensent Walter Haubrich kennt den Überdruss angesichts dieses Dauerthemas der zeitgenössischen kolumbianischen Literatur. Den 2007 im Original erschienenen Roman des aus Bogota stammenden Evelio Rosero möchte er den Lesern dennoch ans Herz legen. Zwar beginnt der Text eher harmlos, um sich dann "zusehends brutaler" zu gestalten. Der unterkühlte, sachliche Ton, mit dem Rosero Entführungen, Morde und die willkürliche Gewalt der Miliz vorführt und somit zu Ereignissen des Alltags erklärt, scheint dem Rezensenten die Lektüre erst erträglich zu machen und ihn Roseros "zupackende, differenzierte" Sprache und deren gut lesbare Übertragung ins Deutsche erkennen zu lassen.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.12.2008

Uneingeschränkt empfiehlt Rezensent Andreas Fanizadeh diesen Roman von Evelio Rosero, und er streicht beeindruckt heraus, dass dem kolumbianischen Autor eine erstaunlich kurzweilige und dennoch "vernünftige" Geschichte über die Schrecken des Bürgerkriegs geglückt ist. Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf, das zwischen die Fronten der Regierungsarmee, paramilitärischen Gruppen und Guerillakämpfern geraten ist, erklärt der Rezensent. Der pensionierte Lehrer Ismael ist der Ich-Erzähler dieser Geschichte, ein "Erotomane", der die gewaltsame Welt um sich herum durch den Schleier der "Altersdemenz" wahrnimmt, verrät Fanizadeh. In dieser Hauptfigur, durch deren Augen Rosero die Facetten der "menschlichen Persönlichkeit" eindrücklich schildert, sieht der begeisterte Rezensent denn auch die Stärke des Romans.

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Archiv: Bücherschauen

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09.02.2012: Großes Ereignis: Peter Nadas' Jahrhundertroman "Parallelgeschichten" liegt vor und beendet damit das Sandkastenspiel der bürgerlichen Literatur. Die Zeit ist überwältigt. Auch Christian Krachts Roman "Imperium" über den Begründer eines Kokusnussreichs kommt bei ihr sehr gut an. Die FAZ liest Hanna Kralls Erinnerungen "Rosa Straußenfedern". Die NZZ lernt in Bernd Stieglers "Belichtete Augen" alles über die Wunder der Optografie. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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