Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gerd-Peter Eigner

Die italienische Begeisterung

Roman

Cover: Die italienische Begeisterung

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2008
ISBN-10 3462040316
ISBN-13 9783462040319
Gebunden, 412 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Kurz vor ihrem Tod hat Aischa, Boddensieks Frau, ihm gestanden, dass sie immer nur Bronken geliebt habe. Also macht sich Boddensiek auf, den anderen zu besuchen, der sich nach einer nicht eben aufsehenerregenden Karriere als Vertretungsanästhesiologe am Ende nach Italien zurückgezogen hat. Dort angekommen, lässt er sich immer tiefer in das Leben Bronkens und in die gemeinsame Vergangenheit hineinziehen, erfährt Unerhörtes und umkreist doch immer wieder nur das eine: dass ihrer beider Leben unauflöslich ineinander verwoben sind.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.05.2009

Zwei Männer, Freunde gar, die sich von früher kennen, begegnen sich wieder. Genauer gesagt: Rolf Boddensiek, Schiffslotse, besucht Theo Bronken, den, sagt sie auf dem Totenbett, Boddensieks Ehefrau Aischa zeit ihres Lebens, anders als ihren Ehemann, liebte. Das erfährt man in der Rezension von Dorothea Dieckmann zwar sofort, im Roman selbst jedoch erst gegen Ende. Macht aber nichts. Vorher wird Boddensiek, als "Zuhörer-Erzähler", von Bronken ganz offensichtlich zugetextet. Zunächst geht einem das schon auf den Geist, so Dieckmann, dann aber reißt es mit, weil Bronken, bei allem Narzissmus, doch immer "verschlingend und freigiebig, rücksichtslos und selbstlos" zugleich sei. Als geradezu beispielgebend für eine Literatur - die deutsche der Gegenwart -, die nur das Triviale oder die Abstraktion kenne, preist Dieckmann dies lebenssatte und kluge und sich verschenkende Erzählen des Gerd-Peter Eigner. Vielleicht die eine oder andere "pedantische Beschreibung" ist ihr zuviel - aber, wer weiß, meint sie, womöglich gehört gerade das notwendig mit dazu.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2008

Begeistert begrüßt Gisa Funck diesen Autor zurück auf der literarischen Bühne. Gleich der erste Satz des neuen Romans von Gert-Peter Eigner nimmt sie gefangen und macht sie neugierig auf das, was folgt. Funck wird nicht enttäuscht. Die Selbstbefragung der männlichen Hauptfigur zur eigenen Identität, ausgelöst durch das Geständnis der sterbenden Ehefrau, führt die Rezensentin entlang "typischer Eigner-Themen", wie die leidenschaftliche Obsession, hin zu einer von Funck nicht politisch begriffenen Wahrheit. Den Topos des "Unschuldig-Schuldigwerdens" geht der Autor auf distanziert-ironische Weise an, nicht in Form "selbstgerechter Männerklage", konstatiert Funck erleichtert.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren