Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ahmed Toufiq

Abu Musas Nachbarinnen

Roman

Cover: Abu Musas Nachbarinnen

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3458174044
ISBN-13 9783458174042
Gebunden, 214 Seiten, 19,80 EUR

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Klappentext

Aus dem Arabischen von Imke Ahlf-Wien. Hoch über dem Meer in Sale an Marokkos Atlantikküste (neben Rabat) ist noch heute das Grabmal des Sufi-Heiligen Abu Musa zu besichtigen. Abu Musa, ein Asket, und die schöne blonde Schama, die am Hof des Sultans in Fes gelebt hat und mit einem andalusischen Kunsthandwerker verheiratet ist, wohnen in einem heruntergekommenen Handelshaus in der bedeutenden Hafenstadt Sale. Eine Reihe alleinstehender Frauen von zweifelhaftem Ruf hat dort ebenfalls Unterkunft gefunden. Wann? Im 14. Jahrhundert. "Abu Musas Nachbarinnen" ist ein historischer Roman, erzählt in arabischer Tradition, farbig, mit überraschenden Wendungen und einem Regenwunder zum Schluss, das Abu Musa, unterstützt von Schama und den Frauen, herbeiführt - wofür er bezahlen muss.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.11.2008

Für den Rezensenten Merten Worthmann ist Ahmed Toufiqs Roman "Abu Musas Nachbarinnen" wenig mehr als eine "Lehrerzählung" über die Tugenden der Duldsamkeit, der Güte und der Toleranz. Erzählt wird die Geschichte der schönen und "grundguten" Schama, die mit ihrem Mann unter dem Statthalter des neuen Sultans zu leiden hat, dem der legendäre Sufi-Asket Abu Musa schließlich Grenzen aufzeigt, fasst Worthmann zusammen. Abgesehen davon, dass der Roman in feierlich und altertümlich klingendem Tonfall gehalten sei - was der Rezensent mit dem Amt des Autors erst als Direktor der Nationalbibliothek und später als Minister für islamische Angelegenheiten in Beziehung setzt - kann er ihm auch dramaturgisch wenig abgewinnen. Die Hauptfiguren seien allzu eindimensional als entweder gut oder böse gezeichnet und zudem unerträglich leutselig, was den Rezensenten offenbar am meisten gestört hat.

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