Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Albanischen von Joachim Röhm. Die 17 Kurzgeschichten und Kurzromane, die in dieser Anthologie erstmals auf Deutsch erscheinen, bilden eine eigene Schönheitskonkurrenz: Schillernd, bunt und prächtig balancieren sie auf der Grenze zwischen Mythos und Wirklichkeit. Der albanische Meistererzähler erweist sich auch hier als Seismograph und Chronist des spannungsreichen Ineinanders der Völker und Kulturen auf dem Balkan. Kadare spürt dieser besonderen Atmosphäre nach und erfasst sie in verschiedenen historischen Konstellationen: vor sozialistischer Kulisse, als Panorama des Osmanischen Reiches, im Spiegel der griechischen Antike. Ob mythologisch, grotesk oder tragikomisch - Kadares Erzählungen sind stets Geschichten von der Geschichtlichkeit des Menschen und immer wieder aufs neue eine fesselnde Lektüre.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2009
Angesichts der märchenhaften Fabulierkunst dieses Autors kann Wolfgang Schneider nur staunen. Über Ismail Kadares zwischen Realismus, Legende, Parabel und Fantastik wechselnden Erzählweisen und seinen Ideenreichtum hätte er beinahe vergessen, dass Kadare aus dem "ungemütlichem Universum" Albaniens unter Enver Hodscha berichtet, aus einer Welt der Albtraumlogik, in der nichts so unwahrscheinlich erscheint wie die Realität selbst. Die zwölf im Band enthaltenen (laut Schneider glücklich übersetzten) Erzählungen und Kurzromane erinnern den Rezensenten an Kadares "Palast der Träume". Wieder taucht das Leitmotiv der Angst vor und innerhalb der Macht auf, wieder fühlt der Autor dem Regime den Puls. Und wieder tut er das, so versichert uns Schneider, mit schwarzem Humor und der "Heiterkeit des Epikers".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.11.2008
Andreas Breitenstein preist Ismail Kadares literarisches Werk als eines der wenigen Mittel, die dem Albanien vor 1989 in seiner abgeschnürten Isolation "Atemluft" gespendet haben. Dieser Band mit zwölf Prosatexten begeistert ihn durch seinen "stupenden Bilder- und Ideenreichtum". Wie in einem Musterkatalog führt der Autor darin seine beeindruckende poetische Kraft, seinen schier unerschöpflichen Stoff- und Geschichtenvorrat und seinen genauen Blick auf die "böse Realität des Realsozialismus" vor, rühmt der Rezensent. Dass Kadare bei seinen oftmals von Brutalität, Einsamkeit und Gemeinheit geprägten Schilderungen auch ein Gespür für tragikomische und absurde Zusammenhänge zeigt, macht für Breitenstein fast jeden einzelnen Text dieses Bandes zu einem Meisterstück. Kadare bedient sich mal parabelhafter, mal "realistisch verdichteter" Formen und Erzählweisen, und führt darin die Realität des "albanischen Alptraums" in höchst berührender Weise vor, so der Rezensent. Die Übersetzung ins Deutsche hebt Breitenstein abschließend lobend hervor, hier hat ihm besonders der Sinn des Übersetzers Joachim Röhm für den Sprachwitz des Autors eingenommen.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








