Über 2.200 Gedichte aus 1.200 Jahren von fast 700 Dichterinnen und Dichtern. Vom Wessobrunner Gebet bis Ann Cotten.Weit über die Hälfte der Gedichte sind aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.12.2008
Gar nicht genug preisen kann Arno Widmann diese Neuausgabe des "Großen Conrady", der Mutter aller Lyrik-Anthologie, die mit dem Wessobrunner Gebet aus dem 9. Jahrhundert beginnt und mit einem Gedicht von Ann Cotton endet, dem Widmann auch das sträkste Argument für dieses Buch entnimmt: "Wenns kein Vergleichen gibt / verendet man im ganz Erträglichen." Auch wenn dem Rezensenten die meisten hier versammelten Gedichte bekannt sind, hat er doch immer wieder ihm gänzlich unbekannte entdeckt. Die einzige Warnung, die er aussprechen muss, richtet sich an diejenigen, die den Band nur schnell durchblättern wollen: Hier wird sich jeder festlesen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2008
Positiv gestimmt stellt Rezensent Manfred Koch die erweiterte Neuausgabe dieser Lyrik-Anthologie vor, die nach seinen Informationen um sechzig Seiten auf fast 1400 Seiten angewachsen ist, und nun auch die neuesten Tendenzen deutschsprachiger Lyrik dokumentiert. Insgesamt beinhalte der Band etwas 2.000 Gedichte, wovon Goethe mit 60 Gedichten der am stärksten dokumentierte Dichter sei. Beruhigt nimmt Koch außerdem zur Kenntnis, dass sich die Sammlung weiterhin einem kanonischen Kernbestand von Walther von der Vogelweide bis Ingeborg Bachmann verpflichtet fühlt. Zu den besonderen Qualitätsmerkmalen gehört für Koch außerdem, dass der Herausgeber die Gedichte auch in historischen Erfahrungssräumen und epochalen Mentalitätsumbrüchen zu kontextualisieren verstehe, und selbst der "deutsche Gesang" vom Tod fürs Vaterland sich motivisch durch die Sammlung ziehe. Freilich merkt ihr Koch die Abstammung aus den politisch bewegten 70er Jahren an: am aufklärerischen Impetus sowie am Fehlen humoristisch-spielerischer Gedichte von den Lyrik-Parodien August Wilhelm Schlegels bis zu populären Parodisten vom Schlage Eugen Roths.
Siri Hustvedt: Ghost Stories Aus dem Amerikanischen von Uli Aumüller und Grete Osterwald. Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt… Kev Lambert: Möge uns die Freude bleiben Aus dem Französischen (Quebec) von Frank Weigand. In seinem neuen Roman beschreibt Kev Lambert den kometenhaften Aufstieg und Fall der Quebecer Stararchitektin Céline Wachowski:… Adrian H. Koerfer: Das glaubt mir doch kein Mensch Adrian H. Koerfer erzählt von einer Kindheit und Jugend zwischen großem Wohlstand und brutaler emotionaler Kälte. Aufgewachsen im Schatten eines abwesenden Vaters, betreut… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…