Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Annett Gröschner

Parzelle Paradies

Berliner Geschichten

Cover: Parzelle Paradies

Edition Nautilus, Hamburg 2008
ISBN-10 3894015756
ISBN-13 9783894015756
Kartoniert, 220 Seiten, 16,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Erstausgabe. Annett Gröschner schreibt Geschichten über ihre Wahlheimat Berlin, Geschichten über Kneipen, die verloren gehen wie Handschuhe, über die Neue Mitte und die Neuen Mütter, aber auch über die Schorfheide, wo Göring sein monströses Carinhall bauen ließ. Sie schreibt die Geschichten Berliner Unternehmen oder Institutionen wie die Schultheiss-Brauerei, die Weddinger Schminkefabrik Kryolan oder die Rollende Roadschau bei Rotaprint. Ihre Reportagen berichten über groß angelegte Theaterprojekte in Kleingärten, bittere Bilanzen von Bauspekulationen und Zwangsumsetzungen zu Sanierungszwecken. Und immer wieder verwandelt sie mitgeschnittene Momentaufnahmen in literarische Miniaturen. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.02.2009

An Prenzlauer-Berg- und Gentrifizierungs-Kritik herrscht ja kein Mangel. Nur dass, so die Rezensentin Jutta Person, die meisten Kritiker vom kritisierten Milieu nicht gerade meilenweit abseits stehen. Bei Anette Gröschner ist das anders. Schon weil es ihr nicht um Kritik der Gegenwart geht, sondern um Erforschung des Vergangenen. Darum, so die Rezensentin, sind ihre zuvor in der Wochenzeitung "Freitag" erschienenen Essays und Reportagen auch stets lehrreich und informativ, ob es um die Zwangsarbeiter-Vergangenheit der heutigen "Kulturbrauerei" oder um "DDR-Fußbodenbeläge" geht. Also befindet die Rezensentin: Ein lesenswertes Buch für alle, die Berlin nicht nur bei seiner Gegenwart nehmen wollen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.10.2008

Für Katharina Granzins Geschmack wird zwar in und über Berlin zuviel Literatur verfasst, Annett Gröschner aber gesteht sie nach der Lektüre ihrer "Berliner Geschichten" ohne Einschränkung zu, "soviel sie will" über die Hauptstadt zu schreiben. Neben Geschichten aus dem Berliner Leben sind es vor allem die Texte, die in die Geschichte der Stadt führen, etwa über Zwangsarbeiterinnen in der ehemaligen Schultheiss-Brauerei in Prenzlauer Berg oder Hermann Görings Landsitz in der Schorfheide, die Granzin nachhaltig beeindrucken. Sie hätte sich nur ein Verzeichnis gewünscht, das ihr das Wiederfinden der Orte, von denen im Buch die Rede ist, erleichtert, das bleibt aber ihr einziger Kritikpunkt an dem in ihren Augen durch und durch gelungenen Band.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren