Franz Hohler legt nun einen Band mit klugen, aberwitzigen, bewegenden und nachdenklich stimmenden Geschichten vor; Geschichten darüber, wie wenig es braucht, um den Alltag aus der Balance geraten zu lassen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2008
Klaus Birnstiel kennt und schätzt Franz Hohler nicht nur als Kabarettisten, sondern seit seiner bereits vor zehn Jahren erschienenen Novelle "Steinflut" auch als Autor von "literarischem Rang". Das jetzt erschienene Buch "Das Ende eines ganz normalen Tages" würde er eher als "literarisches Notizbuch" denn als Erzählungsband bezeichnen, weil es Beobachtungen ganz alltäglicher Begebenheiten, Reflexionen zum Leben in der Schweiz oder Gedanken zum Alter versammelt. Insbesondere der genaue, nur selten in einen "elegischen Ton" gefasste Blick fürs Detail, gefällt dem Rezensenten und nur bei wenigen Texten stört ihn der etwas zu steil erhobener Zeigefinger, etwa wenn der Schweizer Autor mehr Respekt für die Mitmenschen anmahnt. Alles in allem aber hat ihn dieses Bändchen durchaus berührt und er ärgert sich nur, dass man ihm einen, wie er findet, so lieblosen Klappentext beigegeben hat.
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