Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Erst als er aus dem Krankenhaus in seine Wohnung zurückgekehrt ist, wird sich der Paläontologe Emile Ryffel bewusst, dass sich sein Leben für immer verändert hat. Denn in der Nacht zuvor musste er seine Frau, die engagierte Filmproduzentin Lia, mit Gehirnblutungen in die Universitätsklinik einliefern, wo sie seitdem im Koma liegt. Die Ärzte wissen nicht, ob sie jemals aus eigenen Kräften wieder leben kann. Und als wäre das nicht schon schwierig genug, hat er sich seit kurzem noch in Klara verliebt, eine junge Bekannte seiner Frau. Er weiß, dass er nach Lias Erkrankung die Affäre mit Klara eigentlich beenden sollte, und ist doch nicht fähig dazu. Denn so sehr er Lia liebt, ist er doch zugleich erfüllt von der Sehnsucht, aus den erstarrten Gewohnheiten seines Lebens auszubrechen und sich einmal wieder leicht zu fühlen und unbeschwert zu sein.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Christian Haller: Im Park - Infos und Leseprobe beim Luchterhand Literaturverlag
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.10.2008
Leider, muss Rezensent Alexander Kissler konstatieren, ist der Autor Christian Haller noch immer ein Geheimptipp. In seinem neuesten Buch "Im Park", das Kissler lieber als Novelle denn als Roman bezeichnet, ist der Paläontologe Emile gerade dabei, mit einer Liebesbeziehung zu einer Schülerin aus seinem versteinerten Leben auszubrechen, als seine langjährige Lebensgefährtin Lia durch einem Schlaganfall zum Pflegefall wird. Während sich Emile schuldbewusst um Lia kümmert, begibt er sich gleichzeitig in die Welt seiner jugendlichen Geliebten, die im Gegensatz zu seinem erstarrten Leben Lebendigkeit und Leidenschaft verspricht, fasst der Rezensent zusammen. Er lobt die "leise", in ihrer Präzision geradezu "musikalisch" konstruierte Geschichte und sieht darin die Erkenntnis des Paläontologen verdichtet, dass "erst der Schmerz Gegenwart schenkt".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2008
Laut Paul Jandl ist in Christian Hallers Roman "Im Park", in dem ein Mann zwischen seiner 18-jährigen Geliebten und seiner plötzlich ins Koma gefallenen Lebensgefährtin steht, mehr als eine gewöhnliche "Dreiecksgeschichte" zu entdecken. Denn der Schweizer Autor schürft darin nicht nur in den "Sedimenten des Lebens", indem er sich mäandernd seiner Geschichte und dem verschütteten Bewusstsein der im Koma Liegenden nähert. Er schreibt dabei auch eine "Geschichte über das Erzählen" selbst und untersucht die Sprache auf ihre verborgenen Schichten, erklärt der Rezensent. Ihn hat die Einfühlsamkeit, mit der er den Helden seiner bewusstlosen Partnerin wieder näher kommen lässt, berührt, und er verrät, dass es dazu auch einen autobiografischen Hintergrund gibt. Das verleihe dem Ganzen Glaubwürdigkeit, ohne einfach nur voyeuristisch zu sein, beteuert Jandl eingenommen. Der Rezensent zeigt sich sehr beeindruckt von diesem Roman und er würdigt Haller als "Paläontologen", der in seinem Buch präzise Schicht für Schicht die Lebensmuster seiner Protagonisten freilegt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








