Aus dem irischen Englisch und herausgegeben von Alexander Pechmann. Irland - das ist nicht nur die grüne Insel, das ist auch eine Welt, die tatsächlich von Sagen umwoben ist, eine Welt, die eine einzige vielstimmige Erzählung zu sein scheint. Vor der Veröffentlichung seiner berühmten Gedichte und Theaterstücke beschäftigte sich William Butler Yeats, der spätere Nobelpreisträger, intensiv mit der Folklore und Mythologie Irlands. Er wanderte durch die ländlichen Regionen seiner Heimat, wo der Aberglaube noch fest im Alltag verwurzelt war, und ließ sich von Bauern, Dorfbewohnern und Landstreichern Geschichten erzählen. Diese eindrücklichen Begegnungen und sonderbaren Geschichten hat Yeats in diesem Band versammelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.10.2008
Auch heute noch zauberhaft und hinreißend findet Rezensent Hans-Peter Kunisch dieses Buch des jungen Yeats, dessen darin versammelte Geschichten für ihn immer noch gerade wegen ihres Provinzialismus von großer Universalität sind. Auch geben sie dem Rezensenten sehr gute Einblicke in den romantischen Geist der irischen Unabhängigkeitsbewegung im ausgehenden 19. Jahrhundert. Mit großer Begeisterung folgt Kunisch den Alltagshelden dieser merkwürdig über jede Alltäglichkeit hinausstrahlenden Geschichten: Gerade weil sie nicht vom Common Sense, sondern einem geradezu kosmischen Weltverständnis getragen sind, in der die Erde als Staubkorn aufgefasst und die Wirklichkeit immer auch von leuchtender Irrationalität durchdrungen ist.
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