Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joachim Kalka

Hoch unten

Das Triviale in der Hochkultur

Cover: Hoch unten

Berenberg Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3937834303
ISBN-13 9783937834306
Gebunden, 152 Seiten, 19,00 EUR

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Klappentext

Dieses Buch führt in den Keller, wo die Heizöfen stehen, mit denen die Hochkultur gewärmt und gefüttert wird. Ob Jack The Ripper oder Dagobert Duck, ob Krazy Kat, Alien, Mord und Totschlag im "Wunderhorn", Tiefen und Untiefen der Science fiction oder gleich der Krimi hier sind die Früchte einer alten Leidenschaft zu genießen: Joachim Kalka, Kritiker und Übersetzer, liebt die Welt des sogenannten Trivialen, und in diesem Buch läßt er den Underground leuchten und zeigt, dass ohne ihn in den kulturellen Obergeschossen die Luft recht dünn wäre: Nicht nur um die grell erleuchteten Mysterien der Kolportagewelt sind hier zu bewundern, sondern auch all jene avantgardistischen Erzählweisen, die von den ewigen Wiederholungen einer Grundformel leben dem Mord im verschlossenen Zimmer oder dem Sturz über die Bananenschale.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.09.2008

Für Rezensenten Andreas Platthaus war die Lektüre von Joachim Kalkas "Hoch unten" ganz ausgesprochen aufschlussreich und erfreulich. Der Autor brilliere in der "Rehabilitierung des Trivialen" und gehe mit Erzähltheorie, Rezeptionstheorie und Kulturgeschichte an die Interpretation von Comics wie "Donald Duck" und Horrorfilmen wie "Alien". So hat Kalka es auf jeden Fall geschafft, dem Rezensenten die Bedeutung dieser "trivialen" Kulturgüter schmackhaft zu machen und ihm höchstes Lob abzugewinnen. Platthaus findet das Buch "nicht nur klug, sondern auch originell" und stört sich nicht im geringsten daran, dass einige der Texte schon in der FAZ erschienen sind und man Kalka durchaus nachsagen könne, "er wäre Partei". Sogar die Tatsache, dass ein damaliger Redigatsfehler übernommen wurde - aus Regisseur David Fincher wurde David Fischer - findet Platthaus "rührend".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren