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Federico Garcia Lorca
Federico Garcia Lorca: Die Gedichte
Klappentext
Spanisch-Deutsch. Ausgewählt und übertragen von Enrique Beck. Herausgegeben von Jose M. Lopez und Ernst Rudin. Mit Fug und Recht kann man ihn einen Mythos nennen, den bekanntesten spanischen Lyriker und Dramatiker des 20. Jahrhunderts: Federico Garcia Lorca (1898-1936). In seiner Lyrik findet sowohl das impressionistische Gedicht wie auch eine kühne, sich der Interpretation verschließende Bildersprache Platz. Diese Edition ist eine Neuauflage von Heinrich Enrique Becks lange vergriffener Übersetzung der Gedichte Lorcas, die den andalusischen Dichter im deutschsprachigen Raum bekannt machte. Die zweisprachige Ausgabe lädt ein zu einer Re-Lektüre des wirkungsmächtigen Lorca'schen Werkes. Der Anhang bietet kurze Einführungen zu den einzelnen Gedichtzyklen, Kommentare zur Beck'schen Übersetzung sowie Nachwort und Register.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2009
Für Hans-Martin Gauger stellt diese zweisprachige Ausgabe von Federico Garcia Lorcas Gedichten vor allem eine Aufforderung dar, nun endlich eine moderne Neuübersetzung aller Gedichte vorzulegen. Denn problematisch an vorliegender Ausgabe findet der Rezensent die Übersetzung und Auswahl von Heinrich Enrique Beck, auch wenn er sich mit Kritik schwer tut, angesichts dessen von Verfolgung und Flucht geprägtem jüdischen Schicksals. Da Beck, wie Gauger mitteilt, lange Zeit das alleinige Übersetzungsrecht ins Deutsche hatte und ihm zudem nicht immer die besten Vorlagen zur Verfügung standen, zeichnen sich die Übertragungen nicht nur durch eine zum Teil überkommene Sprache aus. Zudem handelt es sich nicht etwa um sämtliche Gedichte, sondern nur um jene Texte, die Beck übersetzt hat, was nicht einmal die Hälfte der Gedichte Lorcas darstellt, so Gauger. Schließlich stellt diese Ausgabe den Beck'schen Übersetzungen die spanischen Originale der Edition Miguel Garcia-Posada gegenüber, die Beck selbst gar nicht benutzt hat, und so lässt dieser Band in den Augen des Rezensenten doch einiges zu wünschen übrig.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2008
Gustav Siebenmann zeigt sich höchst verärgert über diese Neuerscheinung, die er für den reinsten "Etikettenschwindel" hält. Für das geringere Problem hält er noch, dass hier nicht "die Gedichte" Federico Garcia Lorcas veröffentlicht werden, sondern gerade mal 200 von rund 550. Für gravierender hält er den Umstand, dass der Wallstein Verlag dabei auf die alte Übersetzung Enrique Becks zurückgegriffen hat, deren Qualität berüchtigt sei. Dass es sich bei dieser Ausgabe im Auftrag der Enrique-Beck-Stiftung quasi um einen Reprint der Insel-Ausgabe von 1982 handelt - ergänzt durch spanische Originaltexte aus einer Edition, die Beck allerdings nie vorlag - bringt den Rezensenten zusätzlich in Rage: Ein "bedauerliches Nullsummenspiel" nennt er das, gepaart mit einer "unerträglich unkritischen Lobhudelei der Stiftung für ihren längst verstorbenen Schützling". Warum sich die beiden Herausgeber, die er eigentlich als Lorca-Spezialisten schätzt, dafür hergegeben haben, ist ihm schleierhaft
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